# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S63 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1894. 63 gegangen, dazu fleißig und recht gut begabt ſind, ſtudiren im Seminar in Springfield, von uns unterſtützt, und ein Dritter, aus der Springfielder Negergemeinde, bis jetzt auf ſeine eigenen Koſten. Außerdem haben wir zwei Miſſionarswittwen mit 5 Kindern zu unterſtützen. Damit kommen wir auf das andere Hinderniß bei unſerer Miſſionsarbeit, den Mangel an den nöthigen Geldmitteln. Derſelbe erklärt ſich allerdings theilweiſe durch die gegenwärtige drückende Geſchäftslage; doch ſcheint auch bei vielen un⸗ ſerer Chriſten und bei ganzen Gemeinden der erwünſchte Eifer für unſere Miſſion zu fehlen. So kam es denn, daß wir oft in Sorgen und rathlos in unſern monatlichen Verſammlungen zuſammenſitzen mußten. Wir ſollen das Miſſionswerk treiben, welches ja Euer Werk iſt, und haben keine Mittel dazu. Unſere Kaſſe ſoll monatlich etwa $900.00 auszahlen, von denen oft nur $300.00 vorhanden ſind. Und dieſer traurige Zuſtand hält jetzt ſchon über ein Jahr an. Der beigefügte Kaſſenbericht wird darthun, daß wir nicht ohne Urſache klagen. Einige ſchon vor zwei Jahren von der ehrw. Synodalconferenz als ſehr nothwendig beſchloſſene Bauten, als der Bau einer neuen Kirche für die Mount Zion Station in New Orleans und noch wenigſtens einer Kirche in North Carolina, konnten wegen Mangels an Geld nicht ausgeführt wer⸗ den; ebenſowenig der Beſchluß, in New Orleans eine neue Station anzu⸗ fangen. Zu wiederholten Malen waren wir in der traurigen Lage, unſern Miſſionsarbeitern den fälligen und zum Unterhalt nöthigen Gehalt nicht auszahlen oder fällige Zahlungen für angefangene Bauten nicht leiſten zu können, ohne Anleihen zu machen, welches mit großen Schwierigkeiten ver⸗ knüpft war. Die alten Schulden, welche abzutragen uns ſchon vor zwei Jahren aufgetragen war, ſind trotz eines uns ausgezahlten Legats des ver⸗ ſtorbenen Heinrich Hecht zu Pleaſant Ridge, Ill., von $1000 immer noch im Betrage von $1700 vorhanden. Ihre Commiſſion hat daher ernſtlich darüber berathen, ob nicht Erſparniſſe in unſern laufenden Ausgaben erzielt werden könnten. Unſere Miſſionare haben aus freien Stücken ihre Schulen ganz oder theilweiſe übernommen. Die Koſten der Station in Springfield ſind durch die aufopfernde Arbeit der Herren Profeſſoren Herzer und Weſſel bedeutend verringert. Dazu haben wir in der „Miſſions⸗Taube" und in verſchiedenen Organen innerhalb der Synodalconferenz und vor einzelnen Diſtrictsſynoden unſern Nothſtand dargelegt und um reichlichere Unter⸗ ſtützung gebeten, doch leider bis jetzt ohne den erwünſchten Erfolg. Schon ſtieg der Gedanke in uns auf, einige unſerer Stationen eingehen zu laſſen; doch konnten wir uns dazu nicht entſchließen, weil es doch ein Jammer wäre, den unter ſo großen Opfern und Mühe errungenen Segen wieder verküm⸗ mern zu laſſen. Auch glaubten wir dazu kein Recht zu haben, ſondern woll⸗ ten die ehrw. Synodalconferenz darüber ſelbſt entſcheiden laſſen. Aller⸗ dings haben wir die Station Trinity in Carrollton⸗New Orleans eingehen laſſen, aber nur deshalb, weil der Erfolg nach neunjähriger gewiſſenhafter