# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S62 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 62 Verhandlungen der fünfzehnten Verſammlung dieſes Landes anzufangen und zu betreiben". (Bericht, S. 45.) Und ſchon im nächſten Jahre konnte der Unterzeichnete den erſten Bericht über die bereits begonnene Miſſion unter den Negern vorlegen; denn ſchon am 16. October 1877 war der erſte Miſſionar durch den nun längſt ſelig entſchlafenen Paſtor J. F. Bünger unter Aſſiſtenz des Unterzeichneten in ſein Amt als Negermiſſionar eingeführt. Seit jener Zeit hat dieſes Miſſionswerk, nun bald 17 Jahre, wenn auch einen nur langſamen, doch nach des HErrn Verheißung einen geſegne⸗ ten Fortgang gehabt. Auch diesmal haben wir für die beiden letzten Jahre keine großen Maſſenbekehrungen zu berichten, wohl aber iſt ein großer Segen in Bezug auf das innere Wachsthum der Gemeinden in Erkenntniß und im chriſtlichen Wandel nicht zu verkennen; und wie manche Seele hat, ſo weit Menſchenaugen ſehen können, durch unſern armen Dienſt im ſeligmachenden Glauben zum ewigen Leben eingehen dürfen, die ſonſt wohl in Unwiſſenheit und Unglauben ewig verloren gegangen wäre. Mit herzlichem Dank gegen Gott können wir auch berichten, daß unſere Miſſionsarbeiter während der beiden letzten Jahre mit wenigen Ausnahmen in Geſundheit haben ihres Amtes warten können. Nur Herr Miſſionar Burgdorf von New Orleans wurde in letzter Zeit kränklich und bedurfte einer Erholung. Laut kürzlich empfangenen Nachrichten iſt leider noch keine Beſſerung ſeines Zuſtandes eingetreten. Unter den Gliedern Ihrer Com⸗ miſſion, welche vor zwei Jahren für die nächſten vier Jahre von der ehr⸗ würdigen Synodalconferenz wieder erwählt wurden, konnte Herr Profeſſor F. Pieper ſeit letzten November den Verſammlungen der Commiſſion Krank⸗ heits halber nicht mehr beiwohnen, doch befindet ſich derſelbe jetzt, Gott Lob! auf dem Wege der Geneſung. In der Ausübung des Miſſionswerkes hatten wir ſonderlich mit einem doppelten Mangel zu kämpfen, welcher dem Gedeihen der Miſſion ſehr hindernd in den Weg trat; dies war der Mangel an Arbeitern und an den nöthigen Mitteln. Wieder und immer wieder haben wir Miſ⸗ ſionare und ſonderlich Arbeiter an unſere Schulen ohne Erfolg berufen müſſen. Einige Lehrerſtellen ſind noch vacant, weil es durchaus unmöglich war, Leute dafür zu bekommen. Dieſer Uebelſtand wurde noch dadurch ver⸗ mehrt, daß unſern Miſſionsarbeitern ſo oft Berufe von unſern weißen Ge⸗ meinden zugeſandt wurden. Auf unſerm Miſſionsgebiet arbeiten 9 Miſ⸗ ſionare, 4 Lehrer und eine Lehrerin. Wir haben 10 Kirchen, 4 Schulhäuſer, ein Pfarrhaus und einen Gottesacker. Die Seelenzahl unſerer Gemeinden beträgt 1100, darunter 541 communicirende Glieder. Die Durchſchnitts⸗ zahl der Kirchbeſucher iſt gegen 800, beträgt aber auch oft bedeutend mehr. In den Sonntagsſchulen ſind über 1000 und in den Wochenſchulen über 700 Schüler, wobei zu bemerken iſt, daß noch nicht auf allen Stationen Wochenſchulen konnten eingerichtet werden. Zwei Negerjünglinge, Burth⸗ long und McDavid, welche durch unſere Miſſionsſchulen in New Orleans