# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S61 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1894. 61 älteſte und größte Station in dieſer Stadt auch äußerlich ſo in den Stand zu ſetzen, daß der hochgelobte Name unſers lieben Heilandes dadurch ver⸗ herrlicht werde. Die arme Negergemeinde ſelbſt hat zu unſerer Beſchämung bereits $1000.00 für den Neubau geſammelt. Doch wir laſſen nun die ausführlichen Berichte folgen und bitten die lieben Leſer, ſie aufmerkſam zu leſen; es wird ihnen und der Miſſion zum Segen gereichen. Unſer lieber HErr und Heiland. JEſus Chriſtus gab nach dem für alle Menſchen vollbrachten Erlöſungswerk und vor ſeiner glorreichen Himmel⸗ fahrt ſeinen Apoſteln, und in denſelben ſeiner Kirche aller Zeiten den großen Miſſionsbefehl: „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker, und taufet ſie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiſtes." Das war ein majeſtätiſcher Befehl eines ebenſo majeſtätiſchen Königs. Dieſe armen Jünger ſollen alle Völker der Welt ihm unterwerfen, zu ſeinen Jüngern und zu Bürgern ſeines Reiches machen; ohne Schwert oder an⸗ dere irdiſche Waffen, allein durch die Friedenspredigt des Evangeliums. Einen ſolchen Befehl konnte nur ein allmächtiger König geben; ein ſolcher Befehl konnte nur unter ſeinem allmächtigen Schutze und durch ſeine all⸗ mächtige Wirkung ausgeführt werden. Darum ſetzt er auch die Verheißung hinzu: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende." Gehorſam dieſem Befehl ſind die Apoſtel ausgezogen und haben den⸗ ſelben ausgerichtet, ſo lange ſie lebten. Aber ſie lebten nicht bis ans Ende der Welt. Darum mußte dieſer Befehl fortgehen durch die ganze Chriſten⸗ heit, ſo lange die Welt ſteht. Dieſer Befehl, Miſſion zu treiben unter allen Völkern der Erde, gilt auch unſerer rechtgläubigen evangeliſch⸗lutheriſchen Kirche dieſes fernen Abendlandes, der evangeliſch⸗lutheriſchen Synodal⸗ conferenz von Nord⸗America. Zu dieſen „allen Völkern", unter denen miſſionirt werden ſoll, gehören auch die armen, zum Theil noch heidniſchen, unwiſſenden Neger dieſes Landes. Ja gerade gegen ſie haben wir eine ganz beſondere Verpflichtung; denn unſere Weißen, ſogenannte Chriſten, waren es ja, deren Habſucht dies Negervolk hierher in dies Land gebracht hat. Das hat Gott ohne Zweifel geſchehen laſſen, damit ſie hier unter den Schall des Evangeliums kommen möchten. Während nämlich andere kirch⸗ liche Körperſchaften den Negervölkern in Africa, viele tauſend Meilen weit über Land und Meer, das Evangelium bringen, hat Gott uns die hieſigen Neger wie einen armen Lazarus vor die Thür gelegt, damit wir uns ihrer geiſtlichen Noth erbarmen, und hat uns verheißen, auch in dieſem Miſſions⸗ werk mit ſeiner Gnade, Schutz und Beiſtand bei uns zu ſein. Das erkannte auch die ehrwürdige Synodalconferenz und faßte daher im Jahre 1877 wäh⸗ rend ihrer Verſammlung in Fort Wayne, Ind., den Beſchluß, „eine Heidenmiſſion, und zwar für jetzt unter den heidniſchen oder doch religiös verwahrloſten und verlaſſenen Negern