# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1894. 21 Schutzrede und Antwort wider das geiſtloſe ſanftlebende Fleiſch zu Wittenberg, welches mit erklärter Weyße, durch den Diepſtal der heiligen Schrift die erbärmliche Chriſtenheit alſo ganz jämerlicher be⸗ ſudelt hat." — Der HErr, wie die Apoſtel, haben von ihrer Zeit aus auch Ausblicke in die künftigen, näheren, ferneren und allerfernſten Zeiten bis zum Ende der Tage gethan. Auf die nächſte Zeit nach den Tagen der Apoſtel deutet das ſchon an⸗ geführte Wort 2 Petr. 2, 1.: „Unter euch werden falſche Propheten ſein." Seine Leſer, meint St. Petrus, werden es noch erleben. Als Schwarm⸗ geiſter haben wir ſie aus der Beſchreibung Petri, daß ſie mit erdichteten Worten an den Leuten hantieren, ſchon kennen gelernt. Auf dieſelbe dem Wirken der Apoſtel naheliegende Zeit deuten die Worte in der Abſchieds⸗ rede St. Pauli an die Vorſteher der Gemeinde zu Epheſus, Apoſt. 20, 29. 30.: „Unter euch werden Wölfe kommen." Und wenn man nun die Verſe 24., 25., 27. in Betracht zieht, wo St. Paulus ſo nachdrücklich betont, daß er ihnen das Reich Gottes wirklich und wahrhaftig gebracht und das Evangelium in ſeiner Vollſtändigkeit gepredigt habe, worunter er doch jedenfalls 1 Cor. 15, 1—4. mit beſchließt, ſo gibt ja Paulus deut⸗ lich zu erkennen, daß mit den unter ſie kommenden Wölfen vornehmlich die Schwarmgeiſter gemeint ſind, die Schwarmgeiſter nämlich, die das bisher verkündigte Wort keineswegs für vollſtändig und genugſam halten wür⸗ den; ja auch das Reich Gottes Pauliniſcher Art noch längſt nicht für das in der vollkommenſten geiſtlichen Geſtalt würden gelten laſſen. Das wer⸗ den ſie euch bringen wollen mit neuen Offenbarungen. Auf eine zwar weitere, aber doch noch nicht zu fern gelegene Zeit hin⸗ aus deutet der Apoſtel 2 Theſſ. 2, 1. ff., in der gewaltigen Weiſſagung vom Widerchriſt, vom Pabſtthum. Deſſen Ausgeſtaltung ſahen zwar erſt beträchtlich weit von der Apoſtelzeit entfernte Zeiten, und daß es ſo ſein werde, ſagt ja St. Paulus auch in V. 7. 8. Aber ebenſo ſagt er mit V. 7., daß die Anfänge des Pabſtthums mit ſeinen erſten heimlichen Regungen, mit den erſten noch wenig dafür erkannten Anſätzen ſeiner Greuellehren ſelbſt in ſeine Zeit hineinragen. „Es regt ſich bereits heimlich", ſagt er V. 7., „die Bosheit." Dabei iſt zu denken an die mancherlei Anſätze der falſche Lehren von der Tradition, von der Gerechtigkeit durch Werke, von dem Wirken des Heiligen Geiſtes abgelöſt von der Schrift. Das ſind die An⸗ ſätze zum Pabſtthum. So beſchreibt auch unſer Bekenntniß die Sache in den Schmalkaldiſchen Artikeln, Theil 3, Artikel 8: „Denn das Pabſt⸗ thum auch ein eitel Enthuſiasmus iſt, darin der Pabſt rühmet, alle Rechte ſind im Schrein ſeines Herzens, und was er mit ſeiner Kirchen urtheilet und heißt, das ſoll Geiſt und Recht ſein, wenn's gleich über und wider die Schrift oder das mündliche Wort iſt." — Ferner wurde dieſer Ausſchau in die Zukunft beigefügt, daß die Schwarmgeiſter den Chriſten zurufen wer⸗