# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1858_S279 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Aus der General⸗Synode. 279 ner tritt nicht so stumm aus, er läßt sich hinaustreten. Mögen die falschen, abgefallenen Namen⸗Lutheraner, denen der scheinbare äußerliche Erfolg und der Geldsäckel über die Wahrheit Gottes geht, einen verdammlichen Frieden dem Streit, den Gott will, vorziehen — ein rechter Lutheraner tritt frisch und frei mit dem Bekenntniß der erkannten Wahrheit auf, und wenn darüber auch die Generalsynode in tausend Stücke ginge. Laß dahinfallen, was vor dem Lichte des Angesichtes Gottes nicht bestehen kann. Hier gilt das Wort Christi: ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen auf Erden, sondern das Schwert, nicht den falschen Frieden, der mit Verleugnung der Wahrheit geschlossen ist, denn den bringt der Teufel in die Welt, sondern das Schwert, den ernsten, nie ruhenden Kampf wider die Lüge und die, welche sich zu ihr bekennen. Hat doch ein großer Theil der Amtsthätigkeit des Herrn selbst im Kampfe mit den ungläubigen Sadducäern und den falschgläubigen Pharisäern bestanden, mit den Heuchlern, die sich wohl den Namen Israels beilegten, aber dabei die Todtfeinde des wahren Israels und seines Königs waren. Ein treuer Knecht folgt seinem Herrn nach, und wenn er dabei auch sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen muß. Er weiß, daß er nur der Knecht ist, daß er mit dem, was des Herrn ist, nicht nach eigenem Gutdünken schalten und walten darf. Die Wahrheit, die Gottes Wort lehrt, ist Gottes Eigenthum — wie dürfte er⸗aus Menschengefälligkeit diesen Himmelsschatz veruntreuen und verschleudern? Die Wahrheit, die Gottes Wort lehrt, ist der Schmuck und die Krone, in der sich der geoffenbarte Gott vom Auge des Glaubens als den einigen Heiland und Erlöser aller Sünder schauen läßt — wie darf ein Knecht Gottes ruhig bleiben, wenn man mit frevelnder Hand seinem Herrn nach der Krone greift und sie in den Staub treten will? Mit seinem Herzblut muß er sie schirmen. Und er thut es mit Dank und Freuden. Denn er weiß, daß der Himmelsschatz und Gottesschmuck, die ewige Wahrheit, sein eigener einziger höchster Schatz ist, dessen Besitz ihn frei macht von allen Schrecken des Satans und reich und selig, er weiß, daß es auch der einzige höchste Schatz seiner Brüder, des ganzen Geschlechts Adams ist, auch der noch ungeborenen Menschheit. Ist die Wahrheit verloren, so ist alles verloren. Darum auf! ihr treuen Lutheraner in der Generalsynode! Auf zum Krieg des Herrn! Ergreift das Schwert des Geistes, welches da ist das Wort Gottes, und zeugt wider die gottvergessene Plattform euerer Synode, das Lügenpanier, das Menschen an die Stelle des reinen Bekenntnisses gesetzt haben. Verkündigt den Heuchellutheranern ernst und freimüthig den Zorn und das Gericht Gottes über die, welche es wagen, ihre frevelnde Hand an Gottes Wort zu legen und dazu und davon zu thun, welche es wagen, um des scheinbaren Nutzens und um des Geldsäckels willen die Wahrheit des Heiligen in Israel preis zu geben und Wahrheit und Lüge gleich gut sein lassen, welche die Kirche, deren Kinder sie sich nennen und deren Brod sie essen, verrathen und in die Hände ihrer Feinde überliefern. Euer Zeugniß schalle ihnen wie der Donner Gottes in die Ohren, daß ihre Herzen im Schrecken vor der Majestät dessen erbeben, dessen