# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1894. 5 Auch die Norwegiſche Synode hatte zwei Delegaten abgeordnet, Herrn Prof. L. Larſen und Herrn Prof. Joh. Ylvisaker, und außerdem war aus dieſer Synode Herr P. S. Meiſel erſchienen. Prof. Larſen führte in längerer Anſprache aus: Die Norwegiſche Synode ſei immer in Glaubens⸗ einigkeit mit der Synodalconferenz geweſen. Daß ſie zur Zeit des Gnaden⸗ wahllehrſtreites ausgeſchieden, ſei nicht deshalb geſchehen, als ob man ſich in der Lehre mit der Synodalconferenz nicht einig gewußt habe. Der Gnadenwahllehrſtreit habe aber die Norwegiſche Synode viel ſtärker er⸗ ſchüttert als irgend eine andere Synode. Man habe es darum für erſprieß⸗ licher gehalten, die Verbindung mit der Synodalconferenz zu löſen. Durch langſames Verfahren und anhaltendes Belehren ſei es endlich 1887 zu einem vollen Sieg der Wahrheit gekommen und die Norwegiſche Synode ſtehe, nachdem die Gegner der reinen Lehre ausgeſchieden ſeien, jetzt geeinigt wieder da. Viel Schwierigkeit habe es bereitet, daß ſo viele die deutſche Sprache nicht verſtünden. Denn wenn auch von Seiten bekenntnißtreuer Norweger, die ſich mit der Synodalconferenz in Glaubenseinigkeit wußten, gezeigt worden ſei, die von ihnen vorgetragene Lehre ſei die richtige, ſo wäre doch bei ihrem Volk zum Theil immer noch der Verdacht geblieben: Wie mag es unter den Deutſchen ausſehen? deren Publicationen die meiſten nicht ſelbſt prüfen konnten, aus Unkenntniß der deutſchen Sprache. Nun ſei der Streit zwar vorüber, und mancher werde denken, es ſei jetzt an der Zeit, der Synodalconferenz ſich wieder anzuſchließen. Das habe aber immer noch ſeine Schwierigkeit. Denn einmal ſeien immer noch Schwache da. Und ſodann biete auch die Sprache ein überaus großes Hinderniß, indem es ſo ſchwer halte, der deutſchen Sprache kundige Laien zu finden, die man als Vertreter der Norwegiſchen Synode zur Synodalconferenz abordnen könne. Aber gleichwohl ſeien diesmal zwei Delegaten aus der Norwegiſchen Synode hier erſchienen, zu bezeugen, daß die Norwegiſche Synode mit der Synodal⸗ conferenz von Herzen eins iſt und daß ſie gern thun will, was ſie vermag, die Arbeit der Synodalconferenz zu unterſtützen. Es wurde hierauf durch den Präſes erwidert: Die Synodalconferenz freut ſich herzlich, daß die urſprünglich rechtgläubige Norwegiſche Synode als Siegerin aus dem ſchweren Kampf hervorgegangen iſt, und daß ſie, von den Widerſprechern geſäubert, ſich noch immer ihrer früheren Verbindung erinnert und zwei Delegaten hergeſendet hat, und wir hoffen, daß die Zeit nicht mehr fern ſein möge, wo auch die Norwegiſche Synode als integrirender Theil der Synodalconferenz erſcheint.