# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1858_S278 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 278 Aus der General⸗Synode. schiedenen Bekenntniß der lautern Wahrheit Gottes — und das ist doch der Zug zum „strengen Lutherthum“ — kein anderer ist, als der Zug des Vaters zum Sohne; und daß die Antipathie gegen das „strenge Lutherthum“ weiter nichts ist als die Feindschaft des Fleisches wider Gott und sein Wort. O, das fühlen jene Männer gar wohl! Wie stark spricht der obige Artikel und namentlich der Schluß es aus, daß der Verfasser desselben im Grunde keine vollkommen gewisse Hoffnung für seine Sache hat, sondern sie vielmehr für ein kirchen⸗politisches Experiment ansieht, das ebenso gut gelingen als mißlingen kann. Wie können sie auch ein fröhliches Gewissen und eine gute Zuversicht zu ihrer Sache haben? Fragt doch der ganze lange Artikel des Review mit keiner Sylbe danach, was eigentlich Gottes Wort zur Plattform der Generalsynode sagt, was der Wille Gottes ist, wie er, der Herr seiner Kirche, in Angelegenheiten seiner Kirche gehandelt haben will. Das ist die Hauptsache. Handeln wir nach Gottes Willen, so ist unser Werk Gottes Werk und es muß siegreich fortgehen. Handeln wir wider Gottes Willen, so ist unser Werk nicht aus Gott, und es muß zu Grunde gehn. Aber die Herren wissen wohl, was Gottes Wort von ihrer Gleichstellung der Lüge und der Wahrheit, von ihrer „Toleranz“ gegen den Irrthum und ihrer Intoleranz gegen das lautere, unverkürzte Zeugniß aus dem Worte Gottes, von der kirchlichen „Vereinigung“ von Rechtgläubigen und Falschgläubigen sagt. Sie wissen wohl, daß Gottes Wort ihre falsche, mit Menschenhänden gemachte Union verdammt. Darum lassen sie es bei Seite liegen, und rechnen nur den Leuten vor, wie nützlich es für das äußere Gedeihen der Kirche in diesem Lande wäre, wenn der zwar „aus etwas unharmonischen Elementen“ bestehende, aber doch große Haufe der Generalsynode zusammenbliebe und mit der Masse Geldes, das aus so vielen Taschen in die betreffenden Cassen fließe, sowohl Kirchen und Prediger in den einzelnen Gemeinden als auch die der gesammten Synode gehörigen Anstalten und Unternehmungen um so besser erhalten und um so weiter ausgedehnt werden könnten (S. Lutheran Observer). Welche Verblendung! Als ob wir die Sache Gottes besser fördern könnten, wenn wir uns von unserer eigenen kurzsichtigen Berechnung leiten lassen und unsere eigenen verkehrten Wege gehen, als wenn wir Gottes klares Wort unser Licht sein lassen und den Weg Gottes gehn. Die Vereinigung darf nimmermehr durch Verleugnung der Wahrheit erkauft werden. Nein, Gott will allein Herr sein und seine Ehre keinem andern geben, auch nicht den Plattformfabrikanten von der Generalsynode. Darum ist ihr Weg vom Uebel und kann der Kirche Christi in diesem Lande nur zum Schaden und Verderben gereichen. Sie werden Gottes Gericht nicht entgehn. Nun wenden wir uns zu euch, ihr treuen Lutheraner in der Generalsynode, die ihr von Herzen dem Bekenntniß unserer Kirche zugethan seid und in allen Dingen nur nach Gottes klarem Wort und Willen handeln wollet. Das Review sagt euch deutlich, was ihr nach seiner Meinung thun sollt. Es ist ihm bange vor dem Streite, welchen euer Zeugniß in der Generalsynode anrichten könnte, und er wünscht darum euern Austritt. Aber ein Luthera⸗