# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1858_S276 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 276 Aus der General⸗Synode. werden, sie niederzureißen, so wollen wir, wenn wir in der streitenden Kirche sind, zum Kampfe gerüstet sein und versuchen, mit aller Tapferkeit unsere Pflicht zu thun.“ Es ist anerkennenswerth, daß der vorstehende Artikel mit Ehrlichkeit und Offenheit allen denen Gliedern der Generalsynode gegenüber ausspricht, welche in ihrer kirchlichen Ueberzeugung nicht auf der Grundlage der Generalsynode stehen, insbesondere den strengen Lutheranern gegenüber. Wer nicht „tolerant“ (soll heißen: indifferent) ist gegen das, was er seiner im Glauben gegründeten Ueberzeugung gemäß nach Gottes Wort als Lüge erkennt, der hat nach dem Review kein Recht in der Generalsynode, der wird dringend gebeten, ja den faulen Kirchhofsfrieden derselben nicht zu stören und sich in aller Ruhe mit lächelndem Angesicht eine andere Synode zu suchen. Wir sind allerdings auch der Ueberzeugung, daß der Verfasser jenes Artikels durchaus im Sinne der Plattform der Generalsynode redet, daß er durchaus das formelle Recht hat, zu dieser Trennung aufzufordern, wenn sich treue Lutheraner auch nicht von ihm den Mund stopfen lassen werden. Damit sagt er aber aufs Neue, was schon jene Adresse von leitenden Männern der Generalsynode an die deutschen Landeskirchen vom 10. November 1845 mit runden Worten ausspricht, daß nämlich diese Synode durchaus auf dem Standpunkte der Union steht und wesentlich unirt ist. Ihr Bekenntniß ist auf „Toleranz“ (d. i. Indifferenz) gegründet, die Wahrheit soll die Lüge dulden und dafür will sich die Lüge auch zu gleichem Dienste hergeben. Das ist ein schmählicher Bund, bei dem nur die Wahrheit, die aus Gottes Wort ist, verlieren und von der Lüge, die aus der Hölle ist, beeinträchtigt und endlich ganz untertreten werden kann. Denn tritt ein Zeuge der Wahrheit in einer solchen „toleranten“ Gemeinschaft auf, so wird ihm sogleich das Wort abgeschnitten, man sagt ihm: du hast hier kein Recht, so zu reden, denke an die Plattform, die du unbedingt unterschrieben hast; da hast du kein Recht, nach Gottes Wort und nach der Augsburgischen Confession zu reden, denn die gelten nach unserm gemeinsamen Uebereinkommen bei uns nur bedingt, soweit nämlich unsere Plattform in ihrem unbeschränkten Hoheitsrecht dadurch nicht gekränkt wird und dazu ihre Zustimmung gibt.“ Dagegen hat in einer solchen „toleranten“ Gemeinschaft wohl die Lüge das Recht, den Mund weit aufzuthun und mit lauter Stimme Gottes lauteres Wort und das aus demselben gezogene lutherische Bekenntniß zu verwerfen und zu verlästern und die „exclusiven Symbolisten“, wie sie die bekenntnißtreuen Lutheraner nennen, nach Herzenslust zu schmähen. Das ist der Plattform nicht zuwider. Wer zieht also in der Generalsynode nothwendiger Weise den Kürzesten? Die Wahrheit, das Bekenntniß zum lautern Worte. Und warum? Weil in der Generalsynode ein neuer Papst und zwar ein Papst von Papier das Regiment führt, und weil dieser neumodische unirte Papst wegen seiner „toleranten“ Gesinnung das den edlen Grabesfrieden seiner gehorsamen Synode störende und die „Union“ zerstörende Zeugniß der Wahrheit nicht leiden mag. Denn unirte Plattform und lutherisches Bekenntniß ver⸗