# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 47 Nachdem die Herren Miſſionare Bakke aus North Carolina, Burgdorf aus New Orleans und Schooff aus Meherrin, Va., noch mündlich intereſſante Berichte über ihre Miſſionsthätigkeit erſtattet und die beſondern Wünſche und Bedürfniſſe ihrer Arbeitsfelder vorgelegt hatten, faßte die ehrw. Synodal⸗ conferenz mit großer Freudigkeit folgende Beſchlüſſe: 1. In Concord, N. C., ſoll eine Kirche und Schule für Miſſionar Bakke gebaut werden. Da Baumaterial und Arbeitslohn daſelbſt ſehr billig iſt, können beide Gebäude, ohne innere Einrichtung, für etwa $1200 aufge⸗ führt werden, welche Summe bewilligt wurde. 2. In Concord ſoll auch für die Wochenſchule, die ſchon 60 Kinder zählt, ein Lehrer angeſtellt werden, damit Miſſionar Bakke ſeine Zeit und Kraft ganz der Miſſion widmen kann. 3. Für die Miſſionsſtationen der Negerpaſtoren Clapp und Holt wur⸗ den zur Einrichtung von Kapellen zu je $250 fünfhundert Dollars be⸗ willigt, da die Locale, in denen dieſelben jetzt Gottesdienſt und Sonntags⸗ ſchule halten, faſt nur Erdhöhlen mit einer Thür, aber ohne Fenſter, ſind. 4. Die Mount Zions⸗Gemeinde in New Orleans bat wegen Baufällig⸗ keit ihres gegenwärtigen Locals um eine neue Kirche und Schule. Nachdem Miſſionar Burgdorf die Nothwendigkeit eines Neubaus dargelegt und zu⸗ gleich mitgetheilt hatte, daß die Gemeinde ſelbſt $1000 dazu aufbringen wolle, ja, $500 bereits dazu geſammelt habe, wurde beſchloſſen, daß die Commiſſion ermächtigt ſei, im nächſten Jahre die gewünſchten, nöthigen Bauten auszuführen. Endlich wurde beſchloſſen, zwiſchen den beiden Stationen Miſſionars Burgdorf, Bethlehem und Trinity, eine neue Station durch den Bau eines Schulhauſes zu eröffnen. Miſſionar Burgdorf legte nämlich dar, daß viele ihrer Negerfamilien aus dem Innern der Stadt in jene Gegend gezogen ſeien und auch ſonſt ſich daſelbſt ein hoffnungsvolles Miſſionsfeld befände. Der ehrw. allgemeine Herr Präſes Schwan, der die Negermiſſion in New Orleans wiederholt beſucht hatte und für ihr herrliches Gedeihen ein freu⸗ diges Zeugniß ablegte, befürwortete den Vorſchlag mit warmen Worten. Der Beſchluß wurde daher mit großer Freudigkeit gefaßt. — Dieſe vorgehenden Beſchlüſſe bewilligen ungefähr eine Summe von 6 bis $7000. Unſere regelmäßige monatliche Ausgabe beläuft ſich auf $900. Auf unſerer Kaſſe ruht noch eine Schuld von $1200. — Hieraus ſehen denn unſere lieben Leſer, daß, wenn die Beſchlüſſe der ehrw. Con⸗ ferenz ausgeführt werden ſollen, es neuer größerer Beiträge bedarf. Iſt denn unſere Freude über Gottes Segen an dieſem unſerm Miſſionswerk eine recht aufrichtige und dankbare, ſo laßt uns dann auch unſern Dank offenbaren durch die That. Laßt uns unſerer Miſſion nicht nur im täg⸗ lichen Gebete gedenken, ſondern auch mit reichen Gaben. So wird Gottes Segen und Wohlgefallen auch über dieſem Miſſionswerk bleiben und ſich mehren und wir werden mit Freuden rühmen dürfen: „Das iſt vom HErrn geſchehen und iſt ein Wunder vor unſern Augen.“ O. H.