# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 40 Verhandlungen der vierzehnten Verſammlung inſeln erſt nach 15jähriger ſaurer Arbeit die erſten Heiden taufen durften, Carey nach 7 Jahren den erſten Hindu, Ziegenbalg nach 2½ Jahren 7 Scla⸗ ven, — wie, ſollten wir nicht Urſache haben, über Gottes Segen in unſerer Negermiſſion hocherfreut und innig dankbar zu ſein, zumal auch unſere Neger zumeiſt auf der Stufe heidniſcher Unwiſſenheit und heidniſchen Aberglau⸗ bens ſtehen? Sollte er uns nicht erwecken, das Werk mit neuem Eifer, mit neuer, größerer Treue zu treiben? Ja, dürfen wir nicht vielleicht auch ſchon dem Gedanken Raum geben, daß Gott dieſes unſer Miſſionswerk noch be⸗ nützen mag, daß wir den Negern in ihrem Mutterlande Africa das reine Evangelium bringen dürfen und ſo auch noch Heidenmiſſion in ihrem eigent⸗ lichen und vollen Verſtand des Wortes treiben? Denn das iſt außer Frage, daß die große Synodalconferenz von Gott auch dieſen Beruf hat, das Senf⸗ korn des reinen Worts und Sacraments in ferne Heidenländer zu tragen und die in Schatten des Todes ſeufzenden Heiden unter den friedlichen Schatten der chriſtlichen Kirche zu ſammeln. Wir erlauben uns nun, der ehrw. Synodalconferenz einen kurzen, über⸗ ſichtlichen Bericht über den Stand und Fortgang der einzelnen Stationen unſerer Negermiſſion in den beiden letzten Jahren vom Auguſt 1890 bis Juli 1892 zu erſtatten: I. Little Rock, Ark. Dies iſt unſere erſte und älteſte Station. Ein wunderbares und un⸗ begreifliches Verhängniß Gottes durch Tod der Miſſionare und häufigen Wechſel im Miſſionsperſonal hat den Anfangs ſo hoffnungsvollen Stand und Fortgang derſelben zu einem traurigen Rückgang gebracht. Sie iſt jetzt unſer ſchwächſtes Arbeitsfeld. Vor anderthalb Jahren folgte Miſſionar Allenbach einem Rufe an eine deutſche Gemeinde. Student Kuhlmeyer aus dem Seminar zu Springfield, Ill., trat als Vicar ein und arbeitete mit großer Treue und ſichtbarem Segen, aber der HErr nahm ihn Anfangs die⸗ ſes Jahres durch einen ſeligen Tod hinweg, und erſt nach Monaten gelang es uns, einen Studenten, Brauer, aus dem St. Louiſer Seminar zur Aus⸗ hülfe zu bekommen, der aber ebenfalls nach wenigen Monaten wegen Kränk⸗ lichkeit die Arbeit dort niederlegen mußte. Während der langen und häu⸗ figen Vacanzen nahm ſich P. J. Miller in Little Rock der verwaiſten Miſſion treulich an, ſo viel ihm bei ſeiner eigenen großen Gemeinde möglich war. Jetzt haben wir von diesjährigen Candidaten wieder einen Miſſionar in der Perſon des Herrn Rüßkamp erhalten, der, ſo Gott will, Anfangs Sep⸗ tember ſein Amt dort antreten wird. Möge Gottes Segen mit ihm ſein, daß die Miſſion daſelbſt endlich wieder zu fröhlichem Gedeihen komme! Die Wochenſchule iſt im letzten Halbjahr ganz eingegangen; ſelbſt die Sonn⸗ tagsſchule iſt in den letzten Monaten eingeſtellt. Die Seelenzahl beträgt 38, Communicirende ſind 23. Die Miſſion beſitzt hier ein Kirchlein. Von dieſem etwas niederſchlagenden Bilde wenden wir uns nun zu dem um ſo erfreulicheren, nach