# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S37 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 37 Schrift umſtößt, ſondern er wird auch ein Verdienſt denen beilegen, die zum Glauben kommen. Wie wichtig iſt doch dieſe Wahrheit, daß der Verlorengehende ſelbſt Schuld iſt an ſeiner Verdammniß! Sie dient einmal zur Befeſtigung in dem Glauben an die Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der nicht will den Tod des Sünders, ſondern daß er ſich bekehre und lebe, der keinen zur Ver⸗ dammniß beſtimmt hat, ſondern alle ſelig machen will. Sie erhebt laute Anklage gegen die, welche bisher noch nicht zum Glau⸗ ben kamen, oder wieder aus dem Glauben fielen, und fordert zur Selbſt⸗ anklage, Selbſtbeſchuldigung auf und zur Unterdrückung alles Murrens wider Gott. Sie richtet eine ernſte Ermahnung an alle noch Ungläubigen, ſich doch nicht muthwillig zu verſtocken gegen das Zeugniß Gottes in ihrem Herzen und Gewiſſen, in der Natur, in der Geſchichte, ſich vielmehr dadurch be⸗ wegen zu laſſen, Gott zu ſuchen in dem Buch, das ſich für Gottes Wort er⸗ klärt. Sie mahnt laut zum fleißigen Gebrauch der Gnadenmittel, ſonder⸗ lich zum fleißigen Hören und Leſen des Wortes Gottes, als dem kräftigen, Gotteskraft enthaltenden Mittel des Glaubens, der Bekehrung und Selig⸗ keit. Sie warnt ernſtlich, ſich nicht aufzulehnen gegen das verdammende Zeugniß des Geſetzes, ſondern Gott darin Recht zu geben. Sie warnt ernſt⸗ lich, gegen die nun erregten Schrecken nicht gleichgültig zu ſein, ſondern ſich dadurch bewegen zu laſſen, ſich nach Hülfe wider Sünde und Verdammniß umzuſchauen. Sie ermahnt dieſelben, wenn Gott durch's Evangelium Gnade, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit um Chriſti, ſeines Sohnes, bitteren Leidens und Sterbens willen frei und umſonſt anbietet und darreicht, und der Heilige Geiſt kräftig zur Annahme reizt und lockt, doch ihr Ohr nicht abzuwenden, ihm nicht zu widerſtehen, die von ihm ge⸗ wirkten Regungen nicht zu unterdrücken. Dieſe Wahrheit treibt alle zum Glauben Gekommenen zum ununter⸗ brochenen, weiteren, treuen Gebrauch der Gnadenmittel und warnt vor Satt⸗ heit und Ueberdruß. Sie fordert auch auf zur Wachſamkeit wider ſich ſelbſt, die Welt und den Teufel, zum ernſten Kampf gegen das Fleiſch, zur Kreu⸗ zigung des alten Menſchen, zur Meidung alles muthwilligen Sündigens in Lehre und Leben, zum Wandel nach dem Geiſte, damit das Glaubenslicht nicht erlöſche. Sie läßt aller Verdammten Mund Gott gegenüber ver⸗ ſtummen und nöthigt ſie, das Wehe über ſich ſelbſt zu rufen.