# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 33 Finſterniß ſeines Unglaubens ſtecken und verderben läßt." Seite 555 (12): „Die Urſach (nämlich an der Verdammniß) iſt, daß ſie Gottes Wort ent⸗ weder gar nicht hören, ſondern muthwillig verachten, die Ohren und ihr Herz verſtocken und alſo dem Heiligen Geiſte den ordentlichen Weg verſtellen, daß er ſein Werk in ihnen nicht haben kann, oder da ſie es gehört haben, wiederum in den Wind ſchlagen und nicht achten, darum nicht Gott oder ſeine Wahl, ſondern ihre Bosheit ſchuldig iſt." Auch bei den Verlorengehenden, welche zwar zum Glauben an Chriſtum kamen, hernach aber aufhörten, Gottes Wort zu hören, oder wenn ſie auch weiter hörten, durch Sünden in Lehre und Leben die Wirkſamkeit des Hei⸗ ligen Geiſtes hinderten, läßt ſich eigene Schuld nachweiſen. Denn dieſe unterdrückten nicht allein die natürliche Gotteserkenntniß, ſondern auch das Zeugniß und den Trieb des Heiligen Geiſtes in ihnen, ſie verleugneten die erkannte Wahrheit, verachteten die geſchmeckte himmliſche Freude, benutz⸗ ten das mitgetheilte neue Leben und die neuen Kräfte nicht. Wie auch die Concordienformel ſagt (Seite 713): „Alſo nehmen ihrer viel das Wort mit Freuden an, aber darnach fallen ſie wieder ab, Luc. 8. Die Ur⸗ ſach aber iſt nicht, als wollte Gott ihnen, in welchen er das gute Werk an⸗ gefangen hat, die Gnade zur Beſtändigkeit nicht geben, denn das iſt wider S. Paulum Phil. 1., ſondern die Urſach iſt, weil ſie ſich muthwillig von dem heiligen Gebot wieder abwenden, den Heiligen Geiſt betrüben und verbittern, in den Unflath der Welt ſich wieder einflechten, dem Teufel die Herberge des Herzens wieder ſchmücken, mit welchen das Letzte ärger iſt denn das Erſte." Bei denen, welche zwar die Gnadenmittel gebrauchen und dennoch nie zum Glauben kommen, liegt die Schuld oft darin, daß ſie nicht recht hören. „Sehet zu, wie ihr zuhöret", ermahnt der HErr ſeine Jünger, „denn wer da hat, dem wird gegeben, wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch das er meinet zu haben", Luc. 8, 18. Viele der Zuhörer JEſu hör⸗ ten ſeine Gleichniſſe, aber es lag ihnen nichts daran, ſie zu verſtehen, ſie fragten den HErrn nicht um die Auslegung derſelben. Aber die Jünger baten den Meiſter, daß er ihnen die Gleichniſſe auslege. Ihnen antwortete JEſus: „Euch iſt's gegeben zu wiſſen die Geheimniſſe des Reiches Gottes, den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie es ſchon ſehen; und nicht verſtehen, ob ſie es ſchon hören", V. 10. Der HErr gab ihnen die gewünſchte Erklärung und fügt dann obige Worte hinzu, aus welchen alſo hervorgeht, daß die rechte Weiſe des Hörens darin beſteht, daß man mit Fleiß und dem Vorſatz zu lernen zuhört. Wenn darum einer nur halb aufmerkt, gleichgültig iſt, ob er etwas lernt oder nicht, ſo müſſen auch wir Menſchen ihm das als Schuld anrechnen. Andere, welche wohl aufmerken, wenn gepredigt wird, kommen auch nicht zum Glauben. Sie kommen nicht einmal zur rechten Reue über ihre Sünden. „Aus dem Geſetz kommt Er⸗