# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 31 cordienformel, S. 713 (41): „Wenig nehmen das Wort an und folgen ihm, der größeſte Haufe verachtet das Wort und will zu der Hochzeit nicht kommen. Solcher Verachtung des Worts iſt nicht die Urſache Gottes Vorſehung, ſondern des Menſchen verkehrter Wille, der das Mittel und Werkzeug des Heiligen Geiſtes, ſo ihm Gott durch den Beruf vorträgt, von ſich ſtößet oder verkehret, und dem Heiligen Geiſte, der durch's Wort kräftig ſein will und wirket, widerſtrebt, wie Chriſtus ſpricht: Wie oft habe ich dich verſammeln wollen, und du haſt nicht gewollt, Matth. 23. „Alſo nehmen ihr viele das Wort mit Freuden an, aber darnach fallen ſie ab, Luc. 8. Die Urſache aber iſt nicht, als wollte Gott ihnen, in wel⸗ chen er das gute Werk angefangen, die Gnade zur Beſtändigkeit nicht geben, denn das iſt wider St. Paulum Phil. 1., ſondern die Urſache iſt, weil ſie ſich muthwillig von dem heiligen Gebot wieder abwenden, den Heiligen Geiſt betrüben und verbittern, in den Unflath der Welt ſich wieder ein⸗ flechten, dem Teufel die Herberge des Herzens wieder ſchmücken, mit welchen das Letzte ärger wird denn das Erſte. 2 Petr. 2. Luc. 11. Ebr. 10." Seite 721 (78): „Daß aber nicht alle die, ſo es gehört, glauben, und derhalben ſo viel deſto tiefer verdammt werden, iſt nicht die Urſach, daß ihnen Gott die Seligkeit nicht gegönnt hätte, ſondern ſie ſelbſt ſind ſchuldig daran, die ſolchergeſtalt das Wort gehöret, nicht zu lernen, ſondern dasſelbe allein zu verachten, zu läſtern und zu ſchänden, und daß ſie dem Heiligen Geiſte, der durch's Wort in ihnen wirken wollte, widerſtrebet haben, wie es eine Geſtalt zur Zeit Chriſti mit den Phariſäern und ihrem Anhang gehabt." In wiefern nun dieſes Verhalten der Verlorengehenden ihnen mit Recht als Schuld zugerechnet wird, davon ſoll in der vierten Theſis ge⸗ handelt werden. Theſis 4. Die Schuld des böſen Verhaltens gegen die Gnadenmittel, durch welches der Gnadenwirkung des Heiligen Geiſtes wider⸗ ſtanden wird, iſt bei denen, die das Evangelium hatten, darum offenbar, weil dieſes böſe Verhalten nach dem Zeugniß der Schrift ganz ausſchließlich in ihrer verderbten Natur begründet iſt. Die Thatſache, daß die Verlorengehenden ihren Unglauben und ihre Verdammniß durch ihr Verhalten gegen die Gnadenmittel verſchulden, iſt bei Behandlung der letzten Theſe feſtgeſtellt worden, jetzt ſoll ſo genau als möglich gezeigt werden, in wiefern ihr Verhalten ein ſchuldbares iſt, für das ſie allein verantwortlich zu machen ſind. Bei Beantwortung dieſer Frage aber gilt es behutſam ſein, ſich genau innerhalb der von der Schrift unſerer Erkenntniß geſetzten Grenzen halten, nicht erklären wollen, was die