# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S30 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 30 Verhandlungen der vierzehnten Verſammlung lus ſagte, widerſprachen: „Euch mußte zuerſt das Wort Gottes geſagt wer⸗ den; nun ihr es aber von euch ſtoßet und achtet euch ſelbſt nicht werth des ewigen Lebens, ſiehe, ſo wenden wir uns zu den Heiden." Apoſt. 13, 46. Hier wird ebenfalls Nichterlangung des ewigen Lebens zurückgeführt auf das Verhalten der Betreffenden gegen Gottes Wort: „ſie ſtießen es von ſich". Und ſonſt bezeugt Gottes Wort, Hoſ. 4, 1.: „Du verwirfſt Gottes Wort, darum will ich dich auch verwerfen." Wer den Rath Gottes von ſeiner Seligkeit verachtet, wird gewiß die Seligkeit nicht erlangen. Solche waren viele Phariſäer, von denen die Schrift ſagt: „Sie verachteten Gottes Rath wider ſich ſelbſt und ließen ſich nicht taufen", Luc. 7, 30. Die Verachtung der Taufe war alſo die Urſache ihrer Verdammniß. Das böſe Verhalten der Verlorengehenden gegen die Gnadenmittel iſt theils ein äußeres, theils ein inneres. Das äußere beſteht darin, daß ſie die Mittel überhaupt nicht gebrauchen, ſich die Bibel nicht anſchaffen, ſie daheim nicht leſen, noch das Wort im Gotteshauſe hören, ſich weder taufen laſſen, noch zum Tiſch des HErrn gehen, oder zwar dies eine Zeitlang thun, dann es wieder unterlaſſen. Das innere beſteht darin, daß ſie dem Heiligen Geiſte, der durch die Gnadenmittel Buße und Glauben in ihnen wirken will, widerſtreben; daß ſie ſich entweder nicht einmal durch das Geſetz zur rechten Sündenerkenntniß, zur Erkenntniß ihrer Verdammungswürdigkeit, zum Bewußtſein ihrer Ohn⸗ macht, ſich ſelbſt daraus zu retten, bringen laſſen, oder doch nicht durch das Evangelium zur Annahme der Gnade Gottes in Chriſto, die in demſelben frei und umſonſt angeboten wird, bewegen laſſen, die Gnade, das Leben nicht wollen und von ſich ſtoßen, oder zwar durch's Geſetz und Evan⸗ gelium zur Buße und Glauben, zum neuen geiſtlichen Leben kommen, aber durch Betrüben des Geiſtes, durch Wandeln nach dem Fleiſch verurſachen, daß trotz des äußerlichen Gebrauchs der Gnadenmittel dieſe ihre Glauben erhaltende Kraft nicht an ihnen ausüben können, ſo daß ſie wieder vom Glauben abfallen. Auf das Widerſtreben der Juden führt Stephanus die Unbußfertigkeit und Unglauben derſelben zurück, wenn er ihnen zuruft: „Ihr Halsſtarrigen und Unbeſchnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerſtrebet allezeit dem Heiligen Geiſt, wie eure Väter, alſo auch ihr", Apoſt. 7, 51. Den un⸗ gläubigen Juden ruft der HErr zu: „Jeruſalem, Jeruſalem, die du tödteſt die Propheten und ſteinigeſt, die zu dir geſandt ſind! Wie oft habe ich deine Kinder verſammeln wollen, wie eine Henne verſammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt", Matth. 23, 37., und Joh. 5, 40.: „Ihr wollt nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben möchtet." Daß das Verhalten der Verlorengehenden gegen die Gnadenmittel die Urſache ihres Unglaubens und ihrer Verdammniß iſt, bekennt auch die Con⸗