# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 29 nämlich das heilige, allein ſeligmachende Evangelium von ſeinem ewigen Sohn, unſerm einigen Heiland und Seligmacher JEſu Chriſto, öffentlich predigen, dadurch er ihme eine ewige Kirche aus dem menſchlichen Ge⸗ ſchlecht ſammelt, und in der Menſchen Herzen wahre Buß und Erkenntniß der Sünden, wahren Glauben an den Sohn Gottes, JEſum Chriſtum, wirket, und will Gott durch dieſes Mittel, und nicht anders, nämlich durch ſein heiliges Wort, ſo man dasſelbige predigen höret oder lieſet, und die Sacramenta nach ſeinem Worte gebrauchet, die Menſchen zur ewigen Selig⸗ keit berufen, zu ſich ziehen, bekehren, wiedergebären und heiligen. 1 Cor. 1. Dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch thörichte Predigt ſelig zu machen die, ſo daran gläuben. Actor. 10. Petrus wird dir das Wort ſagen, dadurch du und dein ganzes Haus ſelig wirſt. Röm. 10. Der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch Gottes Wort. Joh. 17. Heilige ſie, Vater, in deiner Wahrheit, dein Wort iſt die Wahrheit. Ich bitte aber für alle, die durch ihre Wort an mich gläuben werden. Derhalben der ewige Vater vom Him⸗ mel herab von ſeinem lieben Sohn und allen, ſo in ſeinem Namen Buß und Vergebung der Sünden predigen, rufet: Den ſollt ihr hören. Matth. 17. „Dieſe Predigt ſollen nun alle die hören, die da wollen ſelig werden. Denn die Predigt Gottes Worts und das Gehör desſelben ſeind des Hei⸗ ligen Geiſtes Werkzeug, bei, mit und durch welche er kräftig wirken und die Menſchen zu Gott bekehren und in ihnen beides das Wollen und das Voll⸗ bringen wirken will." Da nun zwar die Menſchen ſelbſt gänzlich unfähig ſind, ſich zum Glau⸗ ben zu bringen, Gott ſelbſt aber thun will, was ſie nicht vermögen, und zwar bei allen, es thun will durch ſeine alle nöthige Kraft in ſich ſchließen⸗ den Gnadenmittel, zu deren Gebrauch er ernſtlich ermahnt und vor deren Verachtung er ernſtlich warnt, ſo muß die Schuld, daß Menſchen nicht zum Glauben kommen, trotz ihrer Unfähigkeit, ſich ſelbſt den Glauben zu geben, doch bei ihnen ſelbſt liegen, und iſt die Schuld zu ſuchen in ihrem Verhalten gegen die Gnadenmittel, durch welche Gott den Glauben in ihnen wirken will. Auf das Verhalten der Verlorengehenden gegen die Gnadenmittel, natürlich ihr verkehrtes, böſes, verwerfliches Verhalten, führt die Schrift ihre Verdammniß und, weil dieſe Strafe des Unglaubens iſt, ihren Un⸗ glauben zurück. Apoſt. 3, 22. f. leſen wir: „Denn Moſes hat geſagt zu den Vätern: Einen Propheten wird euch der HErr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern, gleichwie mich, den ſollt ihr hören in allem, das er zu euch ſagen wird. Und es wird geſchehen, welche Seele denſelbigen Pro⸗ pheten nicht hören wird, die ſoll vertilget werden aus dem Volk." Hier macht deutlich die Schrift Glauben und Seligkeit abhängig von dem Hören Chriſti, von dem Hören ſeines Evangelii. Selbſtverſtändlich nicht allein vom äußerlichen Anhören mit den leiblichen Ohren, aber dies doch mit ein⸗ geſchloſſen. Paulus ſagt zu den Juden in Antiochien, die dem, was Pau⸗