# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 28 Verhandlungen der vierzehnten Verſammlung nicht zum Glauben kam, daß er es für ſeine Perſon ſo herzlich gerne habe zum Glauben bringen wollen: „Wie oft habe ich deine Kinder verſammeln wollen, wie eine Henne verſammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel", Matth. 23, 37. Glaube, Bekehrung, Wiedergeburt will alſo Gott ſelbſt wirken, und zwar durch die Gnadenmittel, Wort und Sacrament. „Es hat Gott wohlgefallen, durch thörichte Predigt (des Evangelii) ſelig zu machen die, ſo daran glauben." 1 Cor. 1, 21. Er machte uns ſelig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geiſtes. Tit. 3, 4. Darum ſandte er ſeine Apoſtel aus unter die Heiden mit der Predigt des Evange⸗ liums „aufzuthun ihre Augen, daß ſie ſich bekehren von der Finſterniß zum Licht, und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfahen Vergebung der Sünden und das Erbe ſammt denen, die geheiligt werden durch den Glauben". Apoſt. 26, 18. Dieſe Gnadenmittel ſind auch kräftige Mittel, alles dies, Buße, Bekehrung, Glauben zu wirken. Sein Wort iſt ein Wort des Lebens, Joh. 6, 68., ein unvergänglicher Same der Wiedergeburt, 1 Petr. 1, 23., eine Kraft Gottes, die da ſelig machet alle, die daran glauben, Röm. 1, 16., der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes, Röm. 10, 17. Und endlich fordert Gott alle Menſchen ernſtlich auf, ſein Wort zu hören, als das einzige Mittel ihrer Rettung und Seligkeit, Luc. 16, 29.: „Sie haben Moſen und die Propheten, laß ſie dieſelben hören", wenn ſie nicht an den Ort der Qual kommen wollen. „Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben dar⸗ innen, und ſie iſt's, die von mir zeuget", Joh. 5, 39. „Nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet iſt, welches kann eure Seelen ſelig machen", Jac. 1, 21. Daß Gott ſelbſt durch ſeine alle nöthige Kraft in ſich ſchließenden Gnadenmittel die Menſchen, die ſich ſelbſt zu bekehren gänzlich unfähig ſind, bekehren will, bezeugt auch unſer Bekenntniß. Concordienformel (II, Seite 600 [48]): „So wollen wir itzund ferner aus Gottes Wort berichten, wie der Menſch zu Gott bekehret werde, wie und durch was Mittel (nämlich durch das mündlich Wort und die hei⸗ ligen Sacramenta) der Heilige Geiſt in uns kräftig ſein, und wahre Buße, Glauben und neue geiſtliche Kraft und Vermögen zum Guten in unſern Herzen wirken und geben wölle, und wie wir uns gegen ſolche Mittel ver⸗ halten und dieſelbigen brauchen ſollen. „Gottes Wille iſt's nicht, daß jemand verdammet werde, ſondern daß alle Menſchen ſich zu ihme bekehren und ewig ſelig werden. Ezech. 33. So wahr ich lebe, will ich nicht den Tod des Sünders, ſondern daß er ſich be⸗ kehre und lebe. Denn alſo hat Gott die Welt geliebet, daß er ſeinen ein⸗ gebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn gläuben, nicht verloren wer⸗ den, ſondern das ewige Leben haben. „Derhalben läſſet Gott aus unermeßlicher Güte und Barmherzigkeit ſein göttlich ewig Geſetz und den wunderbarlichen Rath von unſer Erlöſung,