# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1892_S17 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1892. 17 mittel. Wenn derſelbe ſtirbt, ſo iſt die nächſte Urſache ſeines Todes die Ver⸗ achtung des Heilmittels. Ueber dieſen Punkt ſpricht ſich Luther zu Joh. 16. alſo aus: „Aber hier wird nicht allein der Unglaube, ſo von Adam in die menſchliche Natur gepflanzt iſt, angezogen, ſondern deutlich ſolcher Unglaube, daß man nicht glaubt an Chriſtum, nämlich, ſo das Evangelium von Chriſto geprediget wird, daß wir unſere Sünde erkennen und durch Chriſtum Gnade ſuchen und erlangen ſollen. Denn nachdem Chriſtus kommen iſt, hat er die Sünde Adams und des ganzen menſchlichen Geſchlechts (nämlich den vorigen Un⸗ glauben und Ungehorſam) vor Gott aufgehoben durch ſein Leiden und Ster⸗ ben und einen neuen Himmel gebaut der Gnaden und der Vergebung, daß ſolche von Adam uns angeborne Sünde hinfort nicht ſoll unter Gottes Zorn und Verdammniß behalten, ſo wir an dieſen Heiland glauben. Und ſoll nun hinfort heißen, wer da verdammt wird, der darf über Adam und ſeine angeborne Sünde nicht klagen. Denn dieſer Same des Weibes (von Gott verheißen, daß er der Schlangen Kopf zertreten ſoll), der iſt nun kommen und hat für ſolche Sünde bezahlt und die Verdammniß weggenommen; ſon⸗ dern muß über ſeinen eigenen Hals ſchreien, daß er dieſen Chriſtum, des Teufels Kopftreter und Sündenwürger, nicht hat angenommen, noch an ihn geglaubt. Alſo ſtehet einem jeglichen die Fahr auf ſein eigen Perſon und iſt ſein eigen Schuld, ſo er verdammt wird, nicht darum, daß er von Adam und ſeines vorigen Unglaubens halber ein Sünder und der Verdammniß werth iſt, ſondern daß er dieſen Heiland, Chriſtum, der unſere Sünde und Verdammniß aufhebt, nicht annehmen will. Wohl iſt es wahr, daß uns Adam alle verdammt hat, als der uns mit ihm in Sünden und des Teufels Gewalt geführet, aber nun Chriſtus, der andere Adam, kommen iſt, ohne Sünde geboren, und dieſelbige hinwegnimmt, muß ſie mich (ſo ich an ihn glaube) nicht mehr verdammen, ſondern ſoll durch ihn davon los und ſelig werden. Glaube ich aber nicht, ſo muß wohl dieſelbige Sünde und Ver⸗ dammniß bleiben, weil der nicht ergriffen wird, der mich ſoll davon erlöſen. Ja, es wird nur zwiefältig größer und ſchwerer Sünde und Verdammniß, daß ich dieſem lieben Heiland, durch den mir ſoll geholfen werden, nicht glauben, noch ſeine Erlöſung annehmen will. Alſo liegt jetzt alle unſer beide Seligkeit und Verdammniß, an dem, ob wir an Chriſtum glauben oder nicht glauben, und iſt das Urtheil ſchon endlich gangen, welches den Himmel zuſchleußt und abſpricht allen, ſo dieſen Glauben Chriſti nicht haben, noch annehmen wollen. Denn dieſer Unglaube behält alle Sünde, daß ſie nicht kann Vergebung erlangen; gleichwie der Glaube alle Sünde aufhebt, und alſo außer ſolchem Glauben alles Sünde und verdammlich iſt und bleibet" ꝛc. (E. A. 7, S. 185 f.) So iſt denn der Unglaube die einzige Urſache, daß ein Menſch in der Verdammniß bleibt. Wäre Chriſtus JEſus ein halber Heiland, hätte er nicht alles gethan, was zu unſerer Seligkeit nöthig iſt, ſo wären noch