# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1890_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 28 Verhandlungen der dreizehnten Verſammlung von den beiden Miſſionsorganen während der letzten zwei Jahre in die Miſſionskaſſe floß, war $1885.04, nämlich von der „Miſſions⸗Taube“ $1473.16 und vom “Pioneer” $411.88. Die Commiſſion hat während der letzten beiden Jahre ſechzehn Ver⸗ ſammlungen gehalten, deren Verhandlungen genau protocollirt wurden. Die Miſſionare ſind gehalten, alle drei Monate einen ausführlichen Bericht über den Stand ihrer Station und ihre Amtshandlungen einzuſenden, ſo daß die Commiſſion über den Fortgang des Miſſionswerkes beſtändig wohl unterrichtet iſt; auch findet ein reger ſchriftlicher Verkehr zwiſchen der Com⸗ miſſion und den Miſſionsarbeitern ſtatt. Alle Miſſionsplätze, mit Aus⸗ nahme von Little Rock, wurden entweder von Gliedern der Commiſſion oder von Perſonen, die ſie dazu beauftragt hatte, viſitirt. Unſere Negermiſſion zählt nach den letzten Berichten 604 See⸗ len, 292 communicirende Glieder. Die Gottesdienſte ſind von 983 Zuhörern beſucht. Die Sonntagsſchulen zählen 654 und die Wochenſchulen 585 Schüler. In beſonderem Unter⸗ richt befinden ſich 42. An Eigenthum beſitzt die Miſſion 7 Kirchen auf unſern eigenen, zum Theil werthvollen, Grundſtücken und 2 Schulgebäude. Es arbeiten im Dienſt unſerer Miſſion 5 Miſſionare, 3 Lehrer und 2 Gehilfen, die monatlich einen Ge⸗ halt von $590.00 beziehen. Mit Dank gegen Gott dürfen wir rühmen: Der HErr hat uns treue, ſich ſelbſt verleugnende Miſſionsarbeiter gegeben, ihnen Geſundheit und ihrer Arbeit einen Sieg nach dem andern verliehen. Sie durften vor Hun⸗ derten von unwiſſenden, irre geführten, und doch mit dem theuren Gottes⸗ blute Chriſti erkauften Menſchen die himmliſche Wahrheit verkündigen, den verſunkenſten Laſterknechten und ⸗mägden durften ſie in der barmherzigen Liebe Chriſti nachgehen, und hier wie dort durften ſie die wiedergebärende Kraft des Wortes Gottes erfahren. Die Schaaren derer, die da hören wollen das Wort des ewigen Lebens, werden immer zahlreicher, und der Zudrang zu unſern längſt rühmlichſt bekannten Schulen immer größer. Aber wir können nicht einladend ihnen zurufen: „Es iſt noch Raum da!“ ſondern müſſen klagen, daß es faſt überall an Raum gebricht. Von den vier Stationen in New Orleans hat nur eine außer der Kirche noch ein Schulgebäude, nämlich St. Paul, und dies iſt ein, in keiner Hinſicht den Bedürfniſſen entſprechendes, ſondern ein dem Verfall nahes Bretterhäuschen, in welchem 100 Kinder zuſammengepfercht ſind; das ſind mehr denn dop⸗ pelt ſo viel, als darin ſein ſollten. Ja, Schulhäuſer und Schullehrer fehlen uns ſonderlich. Man bedenke doch, welche Ströme von Segen fließen aus dieſen rechtgläubigen Schulen auf die Negerbevölkerung von New Orleans. Hunderte von Kindern werden hier in der reinen Lehre und allerlei nütz⸗ lichen Kenntniſſen unterrichtet, die ſonſt wie Heiden aufwachſen würden.