# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1890_S24 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 24 Verhandlungen der dreizehnten Verſammlung hilfe zu bekommen, hielt Herr Miſſionar Burgdorf ſelbſt Schule, bis im September 1889 Lehrer Gilſter einen proviſoriſchen Beruf an die Trinita⸗ tisſchule annahm, den derſelbe aber am Ende desſelben Jahres ſchon wieder aufgab. Nach mehreren vergeblichen Verſuchen, einen Lehrer für dieſe Schule zu gewinnen, gelang es endlich im Februar dieſes Jahres, Herrn J. Moſer von Springfield proviſoriſch anzuſtellen. Zur definitiven Be⸗ rufung desſelben konnte ſich aber die Commiſſion bis jetzt noch nicht ent⸗ ſchließen. Trotz der eifrigen Arbeit des Miſſionars macht dieſe Station keine ſo in die Augen ſpringenden Fortſchritte, wie die anderen Stationen in New Orleans, hat im letzten Jahre ſogar an Seelenzahl abgenommen. Dieſelbe beträgt nur noch 11, darunter 5 Communicirende. Beſuch der Gottesdienſte iſt von 26 bis 47 Zuhörer. Die Sonntagsſchule zählt 58 und die Wochenſchule 46 Schüler. An Geldern wurden aufgebracht $177.40. 5. Bethlehem⸗Station, New Orleans, La. Dies iſt die vierte und jüngſte unſerer Stationen in New Orleans. Sie wurde vor drei Jahren durch Herrn Miſſionar A. Burgdorf gegründet und ſeitdem von demſelben bedient. Die Lage iſt eine paſſende und ſchöne zugleich. Das Miſſionseigenthum dieſer Station befindet ſich an Ecke von Waſhington und Dryades Straße, beſtehend in einem Grundſtück von 52×125 Fuß und einer Kapelle darauf, die bis jetzt Kirch⸗ und Schul⸗ zwecken zugleich dient, von 28×52 Fuß, und einem Confirmandenzimmer 14×18 Fuß, einer Vorhalle von 6×8 Fuß, mit einem mit Glocke ver⸗ ſehenen Thurm geziert. In der von Miſſionar Burgdorf gegründeten Schule wirkt ſeit September 1888 Herr Lehrer E. Riſchow in Segen. Schon nach wenigen Monaten war die Schule ſo überfüllt, daß viele Kinder wegen Mangel an Raum mußten abgewieſen werden, und die Bitte, ein zwei⸗ klaſſiges Schulgebäude zu errichten, an die Commiſſion geſtellt wurde. Leider konnten wir dieſe Bitte, ſo gerechtfertigt ſie war, wegen Mangel an Mitteln nicht erfüllen. Wieder und wieder iſt dieſe Bitte ſeitdem auf das dringendſte, auch durch die „Miſſions⸗Taube“, wiederholt worden; denn die Commiſſion war überzeugt, daß der Bau, ſowie die Anſtellung eines zweiten Lehrers durchaus nothwendig ſei zur gedeihlichen Entwicklung dieſer vielverſprechenden Station. Dennoch konnten wir nicht daran den⸗ ken, ſo leid es uns that, da wir ohnehin mit Mangel in der Kaſſe zu kämpfen hatten. Die dortigen Neger ſelbſt haben bereits angefangen, unter ſich zu collectiren für einen Neubau. Doch werden ſie vorausſichtlich keine großen Summen aufzubringen im Stande ſein. Wie in der Schule, ſo nimmt auch die Miſſionsarbeit in der Kirche einen erfreulichen Fortgang. Das Ge⸗ meindlein zählt 57 Seelen, darunter 27 communicirende Glieder. Den Gottesdienſten wohnen 45 bis 177 Perſonen bei. Die Sonntagsſchule zählt 147 und die Wochenſchule 99 Schüler, hatte aber auch ſchon 109. An