# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1890_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1890. 5 Herr Präſes begrüßte dieſelben auf's herzlichſte und ſprach die Hoffnung aus, die lieben norwegiſchen Brüder möchten nicht mehr lange als Gäſte, ſondern bald als vollberechtigte Glieder auf den Synodalconferenzen er⸗ ſcheinen. Summa der ſtimmberechtigten Glieder.................. 59 „ „ berathenden Glieder ................ 88 „ „ Gäſte ........................... 4 Total................................ 151 Die Wahl der Beamten für die nächſten zwei Jahre hatte folgendes Ergebniß: P. Joh. Bading, Präſes. P. M. Tirmenſtein, Vicepräſes. P. C. J. T. Frincke, Secretär. Director E. A. W. Krauß, Secretär für die Lehrverhandlungen. Herr H. A. Chriſtianſen, Schatzmeiſter. Es wurden im Ganzen zehn Sitzungen gehalten, jede derſelben wurde mit Geſang, Verleſung eines Schriftabſchnitts und Gebet eröffnet und dem Gebet des HErrn geſchloſſen. Als Kaplan fungirte Herr P. C. C. Schmidt aus St. Louis, Mo. Am Montag, dem vorletzten Sitzungstage, wurde Abends ein Schlußgottesdienſt in der Kirche des Herrn Vicepräſes M. Tir⸗ menſtein abgehalten. Die Predigt hielt Herr Präſes Albrecht von der Ehrw. Minneſota⸗Synode. Lehrverhandlungen. Den Lehrverhandlungen lag ein Referat des Herrn Prof. A. Ernſt über die Lehre von der Obrigkeit zu Grunde. Dasſelbe wurde in ſieben Sitzungen beſprochen. Der Herr Referent ſchickte folgende einleitende Bemerkungen voraus: Ueber die Lehre von der Obrigkeit iſt unter uns kein Zwieſpalt. Allein durch die neuen Schulgeſetze in den Staaten Wisconſin und Illinois ſind wir Lutheraner genöthigt, öffentlich Stellung zu nehmen, weil wir um des Gewiſſens willen uns denſelben nicht in allen Stücken unterwerfen können. Von vielen Seiten werden wir darüber angefeindet und fälſchlich beſchul⸗ digt. Mit großer Spannung wird auf alles geachtet, was von uns ge⸗ redet, geſchrieben und beſchloſſen wird. Es iſt daher wichtig, ja nöthig, daß wir als die Vertreter einer ſo großen kirchlichen Gemeinſchaft, wie die