# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1888_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 38 Verhandlungen der zwölften Verſammlung HErrn vor ſeinen Altar führen dürfen, wo ſie dann ein herrlich Bekenntniß ihres Glaubens und das Gelübde der Treue ablegten. An Arbeit hat es Herrn Miſſionar Bakke, der auch die St. Pauls⸗ Station mit zu verſehen hat, und ſeinem Gehilfen, Herrn Lehrer Vix, nicht gefehlt. Nach dem Zeugniß des Arztes iſt Miſſionar Bakke bruſtleidend, und war eine Erholung in einem nördlicheren Klima durchaus geboten. Er ging auf einige Monate nach St. Louis, kaum lange genug, um eine gründliche Heilung zu finden. Doch wollte er ſich nicht länger Ruhe gön⸗ nen, weil der ohnehin ebenfalls mit Arbeit überladene Miſſionar Burg⸗ dorf während ſeiner Abweſenheit noch einen Theil ſeiner Arbeit zu ver⸗ richten hatte. Gott ſei Dank! iſt ja auch die Arbeit unſerer Brüder nicht vergeblich geweſen. Unter anderem ſchreibt Miſſionar Bakke („Miſſions⸗Taube“ X, S. 42): „Am Sonntag nach Oſtern hatten wir die große Freude, die dies⸗ jährigen Katechumenen von der Mount Zions⸗Kirche, 7 Knaben und ein Mädchen, vor einer großen Verſammlung zu prüfen, einzuſegnen und zum heiligen Abendmahl zuzulaſſen. Ein Theil dieſer neuen Mitkämpfer im Reiche Gottes iſt ein Ueberbleibſel und Frucht unſerer Arbeit in dem alten, verrufenen Neſte, ‚Sailors' Home‘ genannt. Sie machten mit uns den unvergeßlichen Umzug von dieſem Gebäude nach der Kirche an der Franklin Straße. Durch ihre Mithilfe wurden hier Eltern und Großeltern für den HErrn gewonnen. Sie haben keine andere Schule und keine andere Kirche beſucht, als die unſrige. Weder bei Kindern noch Eltern ſtießen wir dies⸗ mal auf Widerwillen, wie ſonſt der Fall geweſen war, ſobald man mit ihnen von der Confirmation zu reden anfing. Von Kindheit an mit der Lehre und Praxis unſerer Kirche vertraut, zu Hauſe von gottesfürchtigen Eltern erzogen und fleißig zu Kirche und Schule angehalten, waren ſie uns ſtets zugethan und hatten ihrem Lehrer und Paſtor ſtets Freude gemacht. Dem Confirmationstage ſahen ſie mit Freuden entgegen. Sie bewieſen durch ihre vortrefflichen Antworten und Herſagen von Bibelſprüchen, daß ſie bei Herrn Lehrer Vix eine vorzügliche chriſtliche Erziehung genoſſen hatten. Eltern, überhaupt die ganze Gemeinde war des Lobes voll, und die Fremden verwunderten ſich, daß auch Kinder ſo viel vom lieben Hei⸗ lande und ſeinen im Worte Gottes geoffenbarten Lehren zu reden wußten. ‚Ach‘, ſagte eine Frau zum Miſſionar nach dem Gottesdienſte, ‚daß ich auch meine Kinder in Ihre Schule ſchicken könnte! Seit zwei Jahren habe ich hier nachgefragt, aber immer die Antwort bekommen, ich komme zu ſpät, die Schule iſt ſchon voll.‘“ Seit geraumer Zeit ſchon ſchien die Errichtung einer zweiten Klaſſe in der Mount Zions⸗Schule ein unabweisbares Bedürfniß und wurde ſchon vor zwei Jahren von der Ehrw. Synodalconferenz beſchloſſen. Schon wollte Herr Miſſionar Bakke ſelbſt ſie anfangen, doch durften wir ihm dies nimmermehr zulaſſen, denn er würde in kurzer Zeit unter der Laſt der Arbeit