# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S84 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 84 Verhandlungen der elften Verſammlung Urtheil ein überaus wohlfeiler Kauf. Jederzeit könnten wir es mit ganz bedeutendem Profit wieder verkaufen. Und das Wohlfeile tritt beſonders auch dadurch hervor, daß die Katholiken für ein daneben ſtehendes Haus, das um ein Bedeutendes kleiner iſt, 70,000 Dollars bezahlen mußten. Alle, welche unſer Pilgerhaus geſehen haben, bezeugen es uns gern, daß es ganz excellent, ſauber und reinlich iſt. Die Bewirthung iſt vortrefflich und die Mahlzeiten ſind wohlfeil. Neulich erſt ſah der Berichterſtatter eine Familie aus der Minneſota⸗Synode im Pilgerhauſe, die ſich ein eige⸗ nes Zimmer hatte geben laſſen; dieſelbe war des Lobes voll und meinte, ſie wären wie zu Hauſe. Die Katholiken waren zwar erſt ſehr verſtimmt, haben ſich aber als Nachbarn jetzt mit P. Keyl in ein gutes Einvernehmen geſetzt und ſchicken ſogar, wenn ſie keinen Raum mehr haben, ihre Gäſte in's Pilgerhaus. So logierte neulich ein Abt mit fünf Candidaten bei uns, der darnach unaufgefordert ein großes Lob aufſchrieb über die Vor⸗ trefflichkeit des Pilgerhauſes. Nun iſt ja bis jetzt das Gebäude noch Privateigenthum. Es liegt bei der nächſten Delegatenſynode von Miſſouri, ob ſie den Kauf anerkennen und das Gebäude übernehmen wird. Darüber iſt aber kein Zweifel mehr, da die meiſten Diſtricte in der Synode ſchon ſich dafür erklärt haben. Nun handelt es ſich um Abtragung der Schuld. Außer der erſten Anzahlung ſind noch 2000 Dollars, die ſchon dafür eingegangen waren, abbezahlt. Soll aber dies Pilgerhaus beſtehen, ſo muß noch dies Jahr eine ziemliche Summe abgetragen werden, da wir zum Theil ſehr hohe Zinſen bezahlen müſſen. Würden etwa 20,000 bis 30,000 Dollars daran abbezahlt, ſo, meint die Commiſſion, würde hoffentlich, wenn auch nichts mehr ein⸗ käme, das Haus ſich allmählich ſelbſt frei machen. Es ergeht daher die Bitte an alle Gemeinden der Synodalconferenz, dieſes Hauſes zu ge⸗ denken bei Miſſionsfeſten, und auch daheim in den Gemeinden ein⸗ mal eine Collecte zu erheben. Wer jetzt bis Weihnachten gibt, der gibt doppelt. Man kann aber dem Pilgerhauſe auch noch auf eine andere Weiſe dienen, wenn man nämlich für Einwanderer oder auch für nach Deutſchland zum Beſuch Reiſende die Schiffskarten ſich von P. Keyl kommen läßt. Die Schiffscompagnien geben für jede Karte den Agenten einen kleinen Gewinn. Da würde die Menge der Reiſenden uns eine ganz be⸗ deutende Summe bringen. Denn das Geld geht nicht in P. Keyl's Taſche, ſondern fließt in die Emigrantenkaſſe. Wenn alſo jeder Paſtor und Depu⸗ tirte zu Hauſe den Leuten ſagt: Wollt ihr Bekannte von Deutſchland kommen laſſen, ſo wendet euch an's Pilgerhaus, ſo würde dadurch dieſe Sache un⸗ gemein gefördert werden. Man geht meiſt an die Agenten, die ſich in allen größeren und kleineren Städten finden, in dem Glauben, daß man die Schiffskarte wohlfeiler bekommen könne. Aber da iſt zu merken: P. Keyl kann ſie ebenſo billig geben als irgend ein Agent. Daß es zu⸗ weilen ſo ausſieht, als ob die Agenten billigere Schiffskarten lieferten,