# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S77 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodal⸗Conferenz von Nord⸗Amerika. 1886. 77 gleich einige paſſende Bauplätze für den Bau einer Kapelle. Aber die Eröffnung dieſer Station würde natürlich mit ungleich größeren Koſten ver⸗ bunden ſein. als die unſerer dritten, wo wir ein werthvolles Kircheneigen⸗ thum für nur $600 kaufen konnten. Der Bauplatz käme hier allein auf $800—1000, eine noch ſo einfache Kapelle auf etwa $12—1500. Die damit noch weiter verbundenen Auslagen der Einrichtung, Ciſternen, Zäune u. ſ. w. würden das Ganze auf wenigſtens $3000 bringen, neben Anſtellung eines eigenen Lehrers, der ohne Zweifel ſchon nach den erſten Monaten der Eröffnung der Schule nöthig würde. Möge es der Ehrw. Synodalconferenz gefallen, zu dieſer wünſchenswerthen Erweiterung unſerer Miſſionsarbeit in dieſer Stadt, wo die Ernte ſo groß und reif iſt, ihre freudige Zuſtimmung zu geben, und möchte ſie die Herzen unſerer lieben Chriſten erwecken, zur Ausführung derſelben mit immer reicheren Gaben uns zu Hülfe zu eilen! Das walte Gott in Gnaden! Im Namen und Auftrag der Commiſſion der ev.⸗luth. Synodal⸗ conferenz für die Negermiſſion St. Louis, 1. Auguſt 1886. C. J. Otto Hanſer. Dieſer Bericht wurde nun Punkt für Punkt durchgeſprochen und fol⸗ gende Beſchlüſſe gefaßt: 1. Beſchloſſen, daß die Miſſion in Meherrin, Lunenburg Co., Va., durch Abberufung des Miſſionars aufgehoben werde. Der Grund hierfür iſt, daß Meherrin nicht ein ſolcher Ort iſt, wo nach den Beſtimmungen der Synodalconferenz Miſſion unter den Negern ge⸗ trieben werden ſollte. Die große Mehrzahl der dort wohnenden Neger ge⸗ hören ſchon zu anderen Kirchengemeinſchaften. Daher gehören unſere Pre⸗ diger gar nicht dorthin. Wir ſind durch falſche Darſtellungen von Negern früher hintergangen worden, indem man uns vorſpiegelte, daß noch viele Neger bei Meherrin kirchlos ſeien. Die Neger wollten aber eigentlich nur durch uns eine Schule erlangen, aber dabei Baptiſten bleiben. Das ganz kleine Häuflein Neger, welches unſere Station aufweiſt, kann wohl hie und da einmal von einem Prediger beſucht und mit Wort und Sacrament be⸗ dient werden, und muß ſich im Uebrigen mit Hausgottesdienſt begnügen. Ja, wenn dieſe Neger mit Vorliebe der lutheriſchen Kirche angehören, ſo werden ſie nach ſolchen Gegenden überſiedeln, wo ſie lutheriſche Kirche und Schule wieder haben; wie denn ein Neger ſich auch dahin geäußert hat, daß er lieber überſiedeln wolle, als ohne Predigt des göttlichen Wortes ſein. 2. Beſchloſſen, daß die Commiſſion für Negermiſſion hiermit bevoll⸗ mächtigt ſei, zunächſt eine neue Station in New Orleans zu beginnen und ſobald als thunlich die größte Schule in eine zweiklaſſige zu erweitern. Zu dieſem Beſchluß wurde die Synodalconferenz genöthigt durch die Thatſache, daß jährlich in allen unſeren Negerſchulen zu New Orleans ſich