# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S76 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 76 Verhandlungen der elften Verſammlung tauſch mit ihren Miſſionaren ſteht. Auch wurden, wie bereits erwähnt, ſämmtliche Miſſionsplätze in dieſer Zeit zum Theil von Gliedern der Miſ⸗ ſion ſelbſt, zum Theil von von ihr beauftragten Paſtoren viſitirt. 2. Was die Zeitſchriften betrifft, welche im Intereſſe der Negermiſſion und im Auftrag der Synodalconferenz herausgegeben werden, ſo hat die „Miſſions⸗Taube“ 12005, der „Pioneer“ 3800 Leſer, was gegen die 1884 der Ehrw. Conferenz mitgetheilten Zahlen einen Rückgang der Leſerzahl ausweiſt. Mit Januar 1885 übernahm P. Otto Hanſer unter Beihilfe des früheren Mitredacteurs, Herrn P. Sappers, die Redaction der „Miſſions⸗ Taube“. — Da dieſe Zeitſchriften dazu beſtimmt ſind, das Intereſſe an unſerer Miſſion in unſeren Synoden zu fördern, ſo wird es gewiß nicht überflüſſig ſein, über die Urſachen der verhältnißmäßig für unſere Synoden geringen Leſerzahl, die noch dazu im Abnehmen begriffen zu ſein ſcheint, ſich auszuſprechen. 3. Der Wunſch der Ehrw. Synodalconferenz, daß die zu ihr gehörigen Synoden und einzelnen Diſtrictsſynoden die Negermiſſion in ihren jähr⸗ lichen Sitzungen zum Gegenſtand ihrer Beſprechung machen möchten, iſt er⸗ füllt worden, indem die Commiſſion den Herren Präſides rechtzeitig einen kurzen Bericht über den inneren und äußeren Stand der Miſſion, ſowie Kaſſenbericht, zugeſtellt hat und dieſe dieſelben ihren Synoden mittheilten. Der diesjährige Bericht wurde ſogar von der Ehrw. Wisconſinſynode in ihrem Synodalorgan „Gemeindeblatt“ abgedruckt. 4. Was den Kaſſenbericht über die letzten beiden Jahre betrifft, ſo wird die Ehrw. Synodalconferenz mit Freuden den befriedigenden Stand unſerer Kaſſe bemerkt haben. Während wir vor zwei Jahren noch $1492.70 Schuld auf unſerem Eigenthum in New Orleans hatten und noch im letzten Jahre die Einnahmen an Beiträgen zu Zeiten ſo ſchwach waren, daß unſer Herr Kaſſirer oft die laufenden Ausgaben der Miſſion kaum beſtreiten konnte, ſo ſind dagegen durch Gottes Gnade unſere Einnahmen im letzten Jahre ſo geſtiegen, daß nicht nur nie Schwierigkeiten in Beſtreitung der laufenden Ausgaben eintraten, obwohl ein Miſſionar mehr angeſtellt iſt, ſondern daß auch die vorhandene Schuld abgetragen und die $600 für die neugekaufte Kirche in Carollton ſogleich ausbezahlt werden konnten. Gleichwohl dürfen wir nicht verhehlen, daß die jetzigen Beiträge nicht aus⸗ reichen, wenn wir das Miſſionsnetz weiter ausſpannen wollen, wozu der erfahrene Segen Gottes uns dringend genug auffordert, und wenn wir in New Orleans eine neue Station eröffnen wollen, wozu unſere eifrigen Miſſionare, unterſtützt von der dortigen Paſtoralconferenz, auf's dringendſte rathen. Als unſere Miſſionare nach einem paſſenden Diſtrict zur Er⸗ öffnung unſerer dritten Station, die jetzt in Carollton iſt, in der Stadt Umſchau hielten, da fanden ſie inmitten der Stadt an Baronne⸗Straße eine große Negerbevölkerung, die noch nicht geiſtlich verſorgt iſt, und zu⸗