# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S73 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodal⸗Conferenz von Nord⸗Amerika. 1886. 73 daſelbſt wohnenden Neger bereits Glieder der Baptiſtenkirche ſind, deren Kinder, auch wenn ſie die Wochenſchule beſuchen, doch Sonntags in ihre Baptiſtenſchule gehen. Dieſer Umſtand war bei Beginn dieſer Miſſion unbekannt, iſt aber der Ehrw. Conferenz ſchon in letzter Verſammlung mit⸗ getheilt worden. Ein anderer Uebelſtand war, daß Herr Miſſionar Büh⸗ ler 5 Meilen von der Miſſionsſtation ab wohnte, wodurch ein regerer Ver⸗ kehr mit den Negern bedeutend erſchwert und verkürzt wurde. Der jetzt dort arbeitende Seminariſt wohnt natürlich in Meherrin ſelbſt mitten unter den Negern. — Die Frage, dieſe Miſſionsſtation aufzugeben oder fortzuführen, hat in dieſen zwei Jahren die Commiſſion wiederholt be⸗ ſchäftigen müſſen, da Herr Miſſionar Bühler ſchriftlich mittheilte, er habe die Freudigkeit zu derſelben verloren und ſehne ſich zurück in's Predigtamt, und da die Ausgaben dafür bei dem Stand unſerer Kaſſe um ſo mehr in's Gewicht fielen, als das hier verwendete Geld auf einem viel hoffnungs⸗ volleren Felde gleich nothwendig, wenn nicht beſſer zu verwenden war. Um ſicher zu gehen, bat ſie im November 1884 den ſeitdem ſelig heimge⸗ gangenen P. Hugo Hanſer und im März dieſes Jahres Herrn P. Oehlſchlä⸗ ger, eine genaue Inſpection dieſes Miſſionsfeldes vorzunehmen und zu be⸗ richten. Beide berichten übereinſtimmend in Bezug auf die treue und ſelbſtverleugnende Arbeit Herrn Miſſionars Bühler und die geringe Hoff⸗ nung für erfolgreiche Miſſion, wagten aber nicht, das ſofortige Aufgeben der Arbeit zu befürworten, da doch einige Seelen bereits gewonnen ſind, andere wenigſtens den Wunſch haben, einen Miſſionar und eine Schule von uns unter ſich zu haben. — So liegt es denn der Ehrw. Synodalconferenz vor, hierüber endgültig zu entſcheiden. II. Little Rock, Ark. Dies iſt unſere erſte und älteſte Miſſionsſtation unter den Negern. An Oſtern 1878 begann hier Herr Miſſionar Berg ſeine Arbeit, gründete die erſte lutheriſche Negergemeinde und baute die erſte lutheriſche Neger⸗ kirche. Der Anfang des Miſſionswerkes hier war ein vielverſprechender. Schon im erſten Jahre zählte die Schule weit über 100 Kinder und machte die Berufung eines Lehrers nothwendig; im zweiten Jahre ſtieg die Zahl auf 190 und man mußte ſchon an die Berufung eines zweiten Lehrers denken. Die Gottesdienſte waren ſehr gut beſucht. Die dortige Gemeinde der Miſſouriſynode mit ihrem Paſtor Obermeyer förderte das Werk auf's kräftigſte. Die Hoffnung auf eine reichgeſegnete Wirkſamkeit war groß. Sie ging leider nicht in Erfüllung. Häufiger Wechſel der Miſſionare und längere Vacanzen thaten dem ſo verſprechend begonnenen Werke großen Schaden. Schon im Spätherbſte 1881 folgte Herr Miſſionar Berg einem Ruf in eine deutſche Gemeinde. Nach einer achtmonatlichen Vacanz trat zwar Candidat Meiländer in das Miſſionswerk ein, wurde aber ſchon nach