# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S60 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 60 Verhandlungen der elften Verſammlung alt.“ Ferner Ebr. 4, 7.: „Beſtimmte er abermal einen Tag nach ſolcher langen Zeit und ſagte durch David: Heute, wie geſagt iſt, heute, ſo ihr ſeine Stimme hören werdet, ſo verſtocket eure Herzen nicht.“ Endlich Ebr. 7, 20. 21.: „Denn jene ſind ohne Eid Prieſter worden; dieſer aber mit dem Eide, durch den, der zu ihm ſpricht: Der HErr hat geſchworen, und wird ihn nicht gereuen: Du biſt ein Prieſter in Ewigkeit nach der Ordnung Melchiſedeks.“ Daraus, daß Pſ. 110, 4. ſteht: geſchworen, beweiſt er, daß Chriſtus durch einen Eid verbunden iſt. So auch Röm. 4, 6. 7. 9.: „Nach welcher Weiſe auch David ſagt, daß die Seligkeit ſei allein des Menſchen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zu⸗ thun der Werke, da er ſpricht: Selig ſind die, welchen ihre Ungerechtig⸗ tigkeiten vergeben ſind, und welchen ihre Sünden bedecket ſind. . . . Nun dieſe Seligkeit, gehet ſie über die Beſchneidung oder über die Vorhaut? Wir müſſen je ſagen, daß Abraham ſei ſein Glaube zur Gerechtigkeit ge⸗ rechnet.“ Hier lieſt der Apoſtel aus dem Wort „ſelig“ heraus die köſtliche Wahrheit, daß wir gerecht und ſelig werden ohne Zuthun der Werke, allein durch Zurechnung der Gerechtigkeit Chriſti. Ferner Eph. 4, 8. 9.: „Darum ſpricht er: Er iſt aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängniß ge⸗ fangen geführet und hat den Menſchen Gaben gegeben. Daß er aber auf⸗ gefahren iſt, was iſt's, denn daß er zuvor iſt hinunter gefahren in die unterſten Oerter der Erde?“ Hier citirt Paulus aus dem 68. Pſalm das Wort: „aufgefahren“, und benutzt es, daraus nachzuweiſen, daß hier nicht von den drei Perſonen der Gottheit, ſondern allein von Chriſto ge⸗ redet ſei. Denn ſo argumentirt er: nur der iſt aufgefahren, der her⸗ nieder gefahren iſt. Darum iſt es ganz unwiderſprechlich gewiß, daß hier Gott redet von ſeinem Sohne JEſu Chriſto, der zuvor herabgeſtiegen iſt in die tiefſten Tiefen der Erniedrigung, des Fluches und Zornes Gottes. Denn nicht der Vater und der Heilige Geiſt konnten erhöht werden. So verweiſt auch der HErr Chriſtus auf die Perſonen⸗ und Ortsnamen der Schrift, Joh. 7, 42.: „Spricht nicht die Schrift, von dem Samen David und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, ſollte Chriſtus kommen?“ (Pſ. 132, 11. Mich. 5, 1.) Daher wir denn auch aus der Geſchichte von den Weiſen aus Morgenlande erſehen, wie die Schrift⸗ gelehrten nicht daran rütteln, wenn im Alten Teſtament der Name des Orts der Geburt des Meſſias angegeben iſt. Da ſind ſie ganz ruhig, ob⸗ ſchon ſie wiſſen, daß, wenn ſie den blutigen Herodes falſch berichten, es ihnen den Kopf koſten kann. Und wie würden ſie über Chriſtum her⸗ gefallen ſein, wenn es ſich herausgeſtellt hätte, daß Bethlehem nicht der Ort ſeiner Geburt geweſen. Ja, damit wäre auch die Schrift hingefallen als ein Buch, das im einzelnen Ausdruck nicht zuverläſſig ſei. So ſoll denn auch keins dieſer Worte heiliger Schrift verloren gehen. Matth. 5, 18.: „Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht ver⸗ gehen der kleinſte Buchſtabe, noch ein Tüttel vom Geſetz, bis daß es alles