# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S50 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 50 Verhandlungen der elften Verſammlung war es eigentlich, den die alten Väter hörten und den wir hören in den Verheißungen von dem Sohne der Jungfrau, dem Kind, uns geboren, dem Sohn, uns gegeben, dem Lamm zur Schlachtbank geführt, wie uns der⸗ ſelbe Apoſtel lehrt 1 Petr. 1, 11. f., wo er von den Propheten ſagt, daß ſie „haben geforſcht, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geiſt Chriſti, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die in Chriſto ſind, und die Herrlichkeit darnach“, wonach alſo der Geiſt Chriſti ſelbſt es war, der von dem Leiden Chriſti zuvor gezeugt hat; der⸗ ſelbe war in den Propheten und that durch dieſelben den Menſchen kund, was er ihnen verkündigen wollte. In demſelben Athem aber ſagt der Apoſtel an der beſagten Stelle, daß auch im Neuen Teſtament eine vom Heiligen Geiſt gewirkte Predigt ergangen ſei durch Menſchen, indem er V. 12. ſchreibt: „Welches euch nun verkündigt iſt durch die, ſo das Evangelium verkündigt haben durch den Heiligen Geiſt vom Himmel geſandt.“ So hören wir ja auch bei St. Paulus zu wiederholten Malen, daß in ihm und durch ihn Chriſtus ſelbſt rede, wenn er z. B. 2 Cor. 13, 3. ſchreibt: „Sintemal ihr ſuchet, daß ihr einmal gewahr werdet deß, der in mir redet, nämlich Chriſti“; und Röm. 15, 18.: „Denn ich dürfte nicht etwas reden, wo dasſelbige Chriſtus nicht durch mich wirkte“; wie er denn auch, die Anderen einſchließend, 2 Cor. 2, 17. ſchreibt: „Als aus Gott, vor Gott reden wir in Chriſto.“ War es ja doch den heiligen Apoſteln im Voraus zugeſagt, daß der Heilige Geiſt durch ſie reden ſollte, ſo daß eigentlich nicht ſie es ſein würden, die da redeten, ſondern eben ihres Vaters Geiſt, wie ihnen ſolches ihr HErr und Meiſter ankündigt Matth. 10, 19. in den Worten: „Sorget nicht, wie oder was ihr reden ſollt; denn ihr ſeid es nicht, die da reden, ſondern eures Vaters Geiſt iſt es, der durch euch redet.“ Vgl. Marci 13, 11. Luc. 12, 12. Darum kann denn auch, wie dies ebenfalls in der Schrift geſchieht, von dem, was die Apoſtel und Propheten geredet und geſchrieben haben, ohne Nennung der Perſonen, deren ſich der Heilige Geiſt bediente, kurzweg geſagt werden, daß es Gott geredet habe. So ſchreibt der Apoſtel Röm. 3, 2. von den Juden: „Ihnen iſt vertraut, was Gott geredet hat.“ Matth. 22, 31. ſpricht der HErr: „Habt ihr nicht geleſen von der Tod⸗ ten Auferſtehung, das euch geſagt iſt von Gott, da er ſpricht: Ich bin der Gott Abrahams“ u. ſ. w.? An anderen Stellen werden Worte der heiligen Schrift geradehin als Ausſprüche des Heiligen Geiſtes bezeichnet ohne Angabe des Werkzeugs, deſſen derſelbe ſich bediente. So heißt es Ebr. 3, 7.: „Darum, wie der Heilige Geiſt ſpricht: Heute, ſo ihr hören werdet ſeine Stimme“ (Pſ. 95, 7. f.); und Ebr. 10, 15. f.: „Es bezeuget uns aber das auch der Heilige Geiſt. Denn nachdem er zuvor geſagt hatte: ‚Das iſt das Teſtament, das ich ihnen machen will nach dieſen Tagen‘, ſpricht der HErr: ‚Ich will mein Geſetz in ihr Herz geben.‘“ Hierher gehören auch alle Stellen, in denen das Wort der Pro⸗