# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1886_S10 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 10 Verhandlungen der elften Verſammlung Beilage bewahren bis an jenen Tag.“ Kap. 4, 8.: „Hinfort iſt mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HErr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, ſondern auch allen, die ſeine Erſcheinung lieb haben.“ Röm. 8, 38. 39.: „Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürſtenthum noch Gewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Creatur mag uns ſcheiden von der Liebe Gottes, die in Chriſto JEſu iſt, unſerm HErrn.“ So haben ſchon die Heiligen des Alten Bundes ihre Zuverſicht gegründet auf das Wort Gottes. Pſ. 119, 49. 50.: „Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich läſſeſt hoffen. Das iſt mein Troſt in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich.“ Vers 92. 93. 95.: „Wo dein Geſetz nicht mein Troſt geweſen wäre, ſo wäre ich vergangen in meinem Elende. Ich will deine Befehle nimmermehr vergeſſen; denn du erquickeſt mich damit. Die Gott⸗ loſen warten auf mich, daß ſie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugniſſe.“ Jer. 15, 16.: „Indeß enthalte uns dein Wort, wenn wir's kriegen; und dasſelbe dein Wort iſt unſers Herzens Freud und Troſt.“ Und David bittet Gott, daß das auch in Zukunft ſo bleiben möge, Pſ. 119, 133.: „Laß meinen Gang gewiß ſein in deinem Wort, und laß kein Unrecht über mich herrſchen.“ Das war auch die Weiſe der erſten Chriſten. So leſen wir Apoſt. 17, 11.: „Denn ſie waren die edelſten unter denen zu Theſſalonich; die nahmen das Wort auf ganz williglich und forſcheten täglich in der Schrift, ob ſich's alſo hielte.“ Die Beroenſer waren nun göttlich überzeugt, ſie hatten darüber keinen Zweifel mehr, daß Gott ihnen durch Paulum ſeinen gnädigen Willen hatte verkündigen laſſen. Und Irenäus ſchreibt von den Chriſten ſeiner Zeit: „Wir kennen den Rathſchluß unſerer Erlöſung nur durch die, welche uns das Evangelium gebracht haben. Sie haben dasſelbe zuerſt mündlich verkündigt; ſpäter aber haben ſie dem Willen Gottes gemäß uns dasſelbe in den Schriften hinterlaſſen, damit nach ihnen dieſelben Grundpfeiler des Glau⸗ bens ſeien.“ Wie wir nun unſere Erkenntniß aus der Schrift ſchöpfen, unſere Zu⸗ verſicht auf die Schrift gründen, ſo beurtheilen wir auch alle Lehre nach der Schrift. Daß das die Chriſten und namentlich die Lehrer thun ſollen, zeigt Tit. 1, 9., wo St. Paulus den Titus ermahnt, bei der Wahl eines Biſchofs darauf zu ſehen, daß derſelbe „halte ob dem Wort, das gewiß iſt und lehren kann, auf daß er mächtig ſei, zu ermahnen durch die heilſame Lehre und zu ſtrafen die Widerſprecher.“ Von Apollo wird uns berichtet, wie er die Schrift zur Scheidung zwiſchen Wahrheit und Irrthum ge⸗ brauchte, Apoſt. 18, 28.: „Denn er überwand die Juden beſtändiglich und erweiſete öffentlich durch die Schrift, daß JEſus der Chriſt ſei.“ Die erſten Chriſten brauchten die Schrift ihren Gegnern gegenüber in dem Maße, daß ſelbſt die Irrlehrer, um Gehör bei dem Volke zu finden und ſich einen guten