# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S86 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 84 Verhandlungen der zehnten Verſammlung mehr unter die Augen gerückt werden. 2.) Von New Orleans aus die Land⸗ diſtricte von Louiſiana zu recognosciren, um feſtzuſtellen, wo hauptſäch⸗ lich die Negerbevölkerung, welche gänzlich ohne Gottes Wort dahinlebt, ſich finde und wie unter derſelben zu arbeiten. Falls es ſich als gewiß her⸗ ausſtellt, was zu erwarten ſteht, daß in dieſen Landdiſtricten des Klimas wegen nur Neger arbeiten können, in New Orleans eine ſogenannte Selecta einzurichten, in welcher Negerknaben die vorbereitende Ausbildung für den Dienſt in Kirche und Schule erhielten. Das Material dazu iſt in unſern Neger⸗Gemeindeſchulen vorhanden und unſer Miſſionar in New Orleans hat auch bereits wiederholt auf dieſe Maßnahme hingewieſen und die Mög⸗ lichkeit ihrer Ausführung ins Auge gefaßt. Es wird als Regel feſtſtehen, daß wir nur mit ſolchen Negern, die in unſeren lutheriſchen Schulen groß gezogen ſind, erfolgreich werden arbeiten können. Ob es an der Zeit ſei, die Negermiſſion zu einer ausländiſchen Miſſion zu erweitern — wie von vornherein ins Auge gefaßt war und jetzt von neuem wiederholt angeregt iſt — geben wir der Erwägung der Ehrw. Synodal⸗Conferenz anheim. Im Namen und Auftrag der Miſſionscommiſſion der ev.⸗luth. Synodal⸗Conferenz von Nordamerika St. Louis, Mo., den 30. Auguſt 1884. F. Pieper. Folgende Punkte lagen nach dieſem Bericht zur Beſprechung, resp. Be⸗ ſchlußnahme vor: 1. Auf die Frage, ob Herr Paſtor Sapper, da er von St. Louis nach Bloomington übergeſiedelt iſt, noch ferner Glied der Commiſſion bleiben ſolle, antwortete die Conferenz einſtimmig: Ja, und fügte hinzu, daß die Reiſekoſten Herrn Paſtor Sapper aus der Kaſſe der Miſſion erſtattet wer⸗ den ſollen. 2. Daß die Commiſſion ſich im Intereſſe der Synodalconferenz hatte incorporiren laſſen, damit das Eigenthum der Miſſion der Synodalconfe⸗ renz geſichert ſei, wurde allgemein gebilligt. 3. Die dritte Frage: Soll die Negermiſſion ernſtlich weiter betrieben werden und daher zunächſt in New Orleans ein weiterer Negermiſſionar angeſtellt werden? wurde einer längeren Discuſſion unterworfen. Veranlaſſung zu dieſer Frage gab die in neuerer Zeit immer geringer werdende Betheiligung an dieſem Werk. Zunächſt wurde nun von verſchiedenen Perſonen, welche die Statio⸗ nen theilweiſe oder ganz beſucht hatten, mitgetheilt, welch einen guten An⸗ fang dieſe Miſſion ſchon genommen hat, wenn man ihn vergleicht mit den Anfängen anderer Heidenmiſſionen. Da wundert es Niemand und macht Keinen, der ein Herz zur Miſſion hat, mißmuthig, wenn in den erſten Jah⸗ ren ſehr wenig oder faſt nichts erreicht wird. Hier aber iſt ſchon viel er⸗ reicht. Alle Glieder und Gemeinden der Synodalconferenz würden gewiß