# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Verhandlungen der zehnten Verſammlung holet haben (referimus nos ad ea scripta, eaque pro repetitis habere volumus“. Das iſt zu Deutſch: „So beziehen wir uns auf dieſe Schrif⸗ ten und wollen wir dieſelben hiermit wiederholt haben“). (1. Anhang. Von der Gewalt und Oberkeit des Pabſtes. S. 332.) Wenn alſo auch wir uns in die Privatſchriften der Kirchenlehrer ver⸗ tiefen, ſo thun wir dies auf Rath und Ermahnung unſeres eigenen Bekennt⸗ niſſes. Hier ſteht es, wir ſollen nachſehen in Luther, Brenz, Rhegius ꝛc. Zu beachten iſt auch der große Katalog von Kirchenvätern, welcher unſerem Concordienbuch angefügt iſt. Derſelbe ſollte zuerſt mit in die Concordien⸗ formel hinein. Aber es wurde den theuren Bekennern das Buch zu groß. Dieſer Katalog iſt nun angefügt, damit die Zwinglianer und Andere nicht ſagen könnten, die Lutheraner hätten ganz neue Lehren aufgebracht. Am Schluß des „Verzeichniſſes der Zeugniſſe heiliger Schrift und der alten reinen Kirchenlehrer, wie dieſelbigen von der Perſon und göttlichen Majeſtät der menſchlichen Natur unſers HErrn JEſu Chriſti . . . gelehrt und geredt haben“, heißt es: „Dieſe Zeugniſſe der alten Kirchenlehrer ſind nicht der Meinung hie⸗ her geſetzt worden, daß unſer chriſtlicher Glaube auf Anſehen der Menſchen gegründet ſei. . . . Sondern weil die Irrgeiſter durch beſondere und ge⸗ ſchwinde Liſt des Satans die Leute aus der heiligen Schrift, die, Gott Lob! jetzunder auch ein gemeiner Laie nützlich leſen kann, gerne wiederum in der Väter und alten Kirchenlehrer Schriften als in das weite Meer führen woll⸗ ten, demnach man auch nicht eigentlich wiſſen könne, ob ſich's mit ihnen und ihren Schriften alſo halte, wie dieſe neuen Lehrer derſelben Worte anziehen, und alſo in einem beſchwerlichen Zweifel belaſſen werden möchten: hat man Noth halben mit dieſer Verzeichniß anzeigen und zum Augenſchein allermänniglich weiſen müſſen, daß dieſe neue falſche Lehre ſo wenig in der alten reinen Kirchenlehrer Schriften, als in heiliger Schrift gegründet, ſondern derſelben ſtracks zuwider ſei. Deren Zeugniſſe ſie in falſchem Ver⸗ ſtande wider der Väter Willen anziehen.“ (Concordienbuch, herausg. von J. T. Müller, S. 759 f.) Wir ſehen hieraus: unſere Väter haben es gerade ſo gemacht, wie wir. Wir machen die menſchlichen Lehrer nicht zu Abgöttern, aber wir machen ſie auch nicht zu Ketzern. Ihre Schriften ſind uns köſtlich, un⸗ bezahlbar. Wollten wir ſie um einiger darin befindlichen falſchen Sachen willen verwerfen, welche Bücher dürften wir dann ſonſt annehmen außer der Bibel? In allen findet ſich etwas Heu und Stroh. Paulus ſagt da⸗ her nicht: Prüfet alles und werfet auch das Gute weg, ſondern: „Das Gute behaltet.“ Beſonders wichtig aber iſt, daß die Concordienformel will, daß wir uns vor allem an Luthers Schriften halten ſollen. Unſere Gegner dagegen haben vor Luther einen ſolchen Reſpect, der da heißt: „Am liebſten zehn Schritt vom Leibe.“ Sie entblöden ſich nicht zu ſagen: Bis zum Jahre