# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S93 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 93 — Fenſter, Thüren, Fußboden u. ſ. w.; und wenn auch viele Neger ihre Hilfe zum Bau zugeſagt hatten, ſo bedurfte man doch eines Baumeiſters, der den Bau leitete und für ſeine Dienſte bezahlt werden mußte. Sobald der Frühling ins Land kam, wurde mit dem Bau begonnen. Da derſelbe nur langſam fortſchritt, begann Miſſionar Bühler Schule und Gottesdienſt in einem andern ſehr notdürftig eingerichteten Gebäude. Eine Anzahl Kinder ſtellten ſich ein und lernten verhältnismäßig fleißig. Auch die Gottesdienſte wurden ziemlich beſucht, und bald konnte man in der Gegend die Neger unſere ſchönen Choralmelodien bei der Arbeit in Wald und Flur ſingen hören. Die weißen Einwohner von Green Bay ſuchten die Neger ſo viel als möglich zu hindern, dem Miſſionar beim Bau hilf⸗ reiche Hand zu leiſten; ſo kam es, daß das Gebäude erſt am 8. Januar 1882 eingeweiht werden konnte. Es wohnten 50 erwachſene Neger und ſämt⸗ liche Schulkinder, 60 an der Zahl, der Einweihung bei, ſo daß das kleine Kirchlein, 20×30 Fuß groß, ziemlich gefüllt war. Die Baukoſten belaufen ſich auf $200.00. Es iſt aber inwendig noch nicht verkalkt, welches eine Aus⸗ gabe von etwa $30.00 verurſachen würde. Ein Inſtrument zur Begleitung des Geſanges, das ſehr erwünſcht war, wurde von lieben Freunden in New York geſchenkt. Während des Winters blieb der Schulbeſuch gut und der Beſuch der Gottesdienſte ziemlich; als aber im Frühjahr viele Blatternfälle in der Gegend vorkamen und auch die Feldarbeit anging, blieben manche zurück. Die Gottesdienſte werden auch jetzt noch ſchwach beſucht, die Zahl der Schulkinder war im September 25, doch erwartet der Miſſionar nach Be⸗ endigung der Ernte eine bedeutende Anzahl Kinder. 5. Allgemeines. Das auf Beſchluß der Ehrw. Synodalkonferenz unter dem Namen „Die Miſſionstaube“ herausgegebene Miſſionsblatt erſchien vom 1. Januar 1879 an zwei Jahre in Groß⸗Oktavformat, geheftet und beſchnitten. Da es ſich aber bei einer Verbreitung von über 10,000 Exemplaren kaum ſelbſt zahlte, ſo ſah ſich die Kommiſſion genötigt, die Herſtellungskoſten zu verringern, und erſcheint es daher ſeit dem 1. Januar 1881 in Quartformat, jede Num⸗ mer 8 Seiten und nur zuſammengelegt. Dasſelbe hat eine Verbreitung von 11,000 Exemplaren, eine ziemliche Anzahl von Freiexemplaren nicht mitgerechnet. Ein Überſchuß von $600.00 iſt in Kaſſe, wozu noch Außen⸗ ſtände von etwa $500.00 kommen. Zu Anfang dieſes Jahres wurde die Miſſion in große Traurigkeit ver⸗ ſetzt. Der treuverdiente, ehrwürdige Herr Paſtor Johann Friedrich Bünger, Präſes der Miſſionskommiſſion, der ſonderlich den Gedanken einer Neger⸗ miſſion zuerſt angeregt hatte, wurde uns am 23. Januar durch einen ſeligen Tod entriſſen. Das war ein herber Verluſt für die Miſſion. Mehrere