# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S92 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 92 — folg unſerer faſt zweijährigen Arbeit daſelbſt ein ſehr geringer, andernteils hörten wir auch, daß es in Mobile ſehr wenig Neger gäbe, die nicht ſchon irgendeiner der vielen dortigen Negergemeinden angehören, und daß dieſe wenigen ſolche ſeien, die von Religion gar nichts wiſſen wollen. So hiel⸗ ten wir es am geratenſten, die Miſſion in Mobile aufzugeben, baten jedoch Herrn Paſtor Wahl, ſich der von ihm getauften Seelen noch ſo viel als möglich anzunehmen, was derſelbe auch thut. Herr Präſes Schwan von der Miſſouri⸗Synode, der letztes Frühjahr auch in Mobile war, ſprach ſein Bedauern darüber aus, daß die dortige Miſſion aufgegeben werden mußte. Anfang September dieſes Jahres ließ Herr Roſſingnol, der eine Zeit⸗ lang unter Miſſionar Wahls Aufſicht Schule gehalten hatte, und auch früher längere Zeit in miſſouriſchen Anſtalten, in Fort Wayne und Springfield, war, durch Paſtor Wahl bei der Kommiſſion anfragen, ob wir ihm die Bänke und ſonſtiges Miſſionseigentum leihen wollten, wenn er auf eigene Verantwortung und unter Paſtor Wahls Inſpektion wieder Negerſchule halte, welches ihm geſtattet wurde, und iſt alſo die dortige Schule wieder im Gange. Für ſeinen Unterhalt nimmt Herr Roſſingnol Schulgeld von den Kindern. 4. Green Bay, Prince Edwards Co., Virginien. Im Oktober 1880 erhielt Ihre Miſſionskommiſſion eine Zuſchrift von Herrn Paſtor W. R. Bühler. Derſelbe war früher Miſſionar in Afrika, kam ſpäter nach Amerika und gehörte hier zu der ſogenannten Proteſtpartei im New Yorker Miniſterium. Zur Zeit hielt er ſich jedoch in Green Bay, Va., auf, wo ſeine Frau eine Farm beſitzt. Er hatte ſich hier niedergelaſſen, um mit Gottes Hilfe ſeine Geſundheit wieder zu erlangen. Da er nun ge⸗ neſen war, und das große Elend und die geiſtige Verkommenheit der vielen hier wohnenden Neger aus nächſter Nähe zu ſehen Gelegenheit hatte, er⸗ wachte in ihm herzliches Mitleid gegen ſie und daraus die Luſt, Neger⸗ miſſionar zu werden. Da er uns von befreundeter Seite beſtens empfohlen wurde, auch durch ein von den Paſtoren Dreyer und Lübkert mit ihm ange⸗ ſtelltes Kolloquium ſeine Rechtgläubigkeit außer Zweifel geſtellt war; ſo wurde er von der Kommiſſion zum Negermiſſionar berufen, und mit der Errichtung einer Miſſion in Green Bay beauftragt. Wir ergriffen dieſe Gelegenheit um ſo lieber, weil wir nun auch einmal auf dem Lande die Negermiſſion verſuchen konnten, während wir bis jetzt nur in den Städten Miſſion getrieben hatten. Herr Miſſionar Bühler meldete uns, daß ſeine Frau uns von ihrer Farm ein paſſendes Stück Land zur Errichtung eines nötigen Miſſionsgebäudes ſchenken und auch das Fällen von Bäumen zum Bau eines Blockhauſes erlauben wolle. Dieſes Anerbieten wurde mit Dank angenommen, und ferner $150.00 für ein Gebäude bewilligt, welches als Kirche und Schule diene. Denn wenn dasſelbe auch ein Blockhaus war, ſo bedurfte man doch mancherlei, das für Geld gekauft werden mußte, als,