# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S90 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 90 — noch 260 Dollars vorhanden, die für den nicht ausgeführten Schulbau in Little Rock eingegangen waren. Da nun der Bedarf eines Miſſionseigen⸗ tums ſo dringend und der Verkauf des uns angebotenen Eigentums täglich zu befürchten war, ſo entſchloß ſich die Kommiſſion, den Ankauf zu wagen, in der Hoffnung, daß dieſer wichtige Schritt, zu welchem ſie durch die Um⸗ ſtände genötigt war, von der Ehrw. Synodalkonferenz gebilligt werde. Am 19ten September wurde die Lokalkommiſſion in New Orleans mit dem An⸗ kauf beauftragt und ihr gemeldet, daß ihr, ſobald ſie von dem geſchehenen Ankauf bei der Kommiſſion Nachricht gebe, 1500—2000 Dollars zugeſchickt werden ſollten. Bis zu Abfaſſung dieſes Berichtes war jedoch noch keine Nachricht eingegangen. 3. Mobile, Alabama. Die Ehrw. Synodalkonferenz hatte 1879 beſchloſſen, daß auch in Mo⸗ bile, Alabama, das Werk der Miſſion in Angriff genommen und dazu ein Miſſionar angeſtellt werde. Der Unterzeichnete reiſte daher von der Syno⸗ dalkonferenz in Columbus über Chicago, um mit dem daſelbſt weilenden indiſchen Miſſionar L. Wahl Rückſprache zu nehmen. Letzterer hatte elf Jahre im Dienſt der Hermannsburger Miſſion in Oſtindien geſtanden, und hatte ſich nun zur Wiedererlangung ſeiner ſehr geſchwächten Geſundheit zu Verwandten nach Chicago begeben. Hatte er ſchon vor ſeiner Abreiſe von Oſtindien die falſche Lehrſtellung Hermannsburgs erkannt und darüber, wenn⸗ gleich vergeblich, Paſtor Harms Vorſtellungen gemacht; ſo ſah er ſich hier vollends in ſeinem Gewiſſen genötigt, ſeinen Austritt aus der Hermanns⸗ burger Miſſion zu erklären. Er kam nach St. Louis, wo Herr Dr. C. F. W. Walther ein Kolloquium mit ihm hielt, deſſen Reſultat ein überaus be⸗ friedigendes war. Die Kommiſſion beſchloß daher, Miſſionar Wahl für die Miſſion in Mobile zu berufen. Man hielt es aber für gut, ihn erſt eine Zeitlang nach Little Rock gehen zu laſſen, damit er Gelegenheit habe, ſich im Unterricht und Predigen in engliſcher Sprache zu üben. Schon nach einigen Monaten hielt er daſelbſt in unſerer Miſſionskirche einige Predigten, welche ſeine Tüchtigkeit in der engliſchen Sprache außer allen Zweifel ſetz⸗ ten, und ſo konnte er denn im Monat März 1880 ſeine Miſſionsthätigkeit in Mobile beginnen. Er mietete zuerſt einen leerſtehenden Store und fing an, daſelbſt zu predigen, Sonntagsſchule und Wochenſchule zu halten. Anfangs war der Andrang groß, als aber keine Geſchenke erfolgten, kamen nur wenige. Nach dreimonatlicher Arbeit war die Beteiligung der Erwachſenen am Gottes⸗ dienſt eine geringe und blieb es auch fortwährend, ſo daß oft gar nicht ge⸗ predigt werden konnte. Die höchſte Zahl, die je in den Gottesdienſten er⸗ reicht wurde, war 9 Erwachſene. Die Schule zählte nach drei Monaten 14 Kinder und mehrte ſich nach und nach. Auf Erſuchen Miſſionar Wahls wurde ein Inſtrument zur Leitung des Geſanges in der Schule und in den