# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S80 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 80 — III. Kolloquium. Schon in der dritten Sitzung am Donnerstag⸗Nachmittag hatte die Synodalkonferenz erklärt: „Wenn wir auch mit Herrn Prof. Schmidt nicht als Bruder handeln können, ſo könnten wir doch z. B. außerhalb der Syno⸗ dalkonferenz ein Kolloquium mit ihm halten.“ In der ſechſten Sitzung am Sonnabend⸗Vormittag baten die nor⸗ wegiſchen Delegaten, die Paſtoren Koren, Torgerſen, Thorſen und Prof. Stub darum, die Synodalkonferenz möchte einen Antrag machen und zum Beſchluß erheben, dahin gehend, daß die Konferenz ſich recht bald vertage im Intereſſe einer mit den Gegnern, namentlich Herrn Prof. Schmidt, ab⸗ zuhaltenden Disputation. Die Synodalkonferenz hat ſich ja in dieſen Tagen oft dahin ausgeſprochen, daß ſie ſich gern auf Lehrverhandlungen einlaſſe, auch bereit ſei, mit einem Feinde über die Lehre zu disputieren. Daher möge ſie jetzt die Bereitwilligkeit hierzu auch durch die That offen⸗ baren. Dazu kam, daß Herr Paſtor Muus ſich bereit erklärte, an einer ſolchen Disputation teilzunehmen, und berichtete, daß er über dieſe Sache mit Herrn Prof. Schmidt geredet und derſelbe ſich auch bereit erklärt habe, wenn am Montag eine ſolche Disputation anberaumt werde. Auch von Paſtor Rasmuſſen glaube er, daß derſelbe auf Nachricht kommen werde. Dagegen wurde nun dies hervorgehoben, daß noch ſo viele Geſchäfte erledigt werden müßten und dieſelben wohl die volle Zeit der Konferenz bis Dienstag in Anſpruch nehmen würden, und daß es doch wohl beſſer ſei, eine ſpätere Zeit zu einer ſolchen Disputation anzuberaumen. Nachdem noch länger für und wider den Antrag geredet worden war, wurde Beſchloſſen, daß wir heute Nachmittag um 2 Uhr uns wieder verſammeln, um womöglich bis heute Abend oder ſpäteſtens bis Montag⸗Mittag sine die uns zu vertagen zu dem Ende, damit eine Disputation über die jetzt ſtreitigen Lehren abgehalten werden könne. Daß und warum dieſer Beſchluß nicht zur Ausführung kommen konnte, erſieht der Leſer aus den voraufgegangenen und weiter unten folgenden Verhandlungen. Ehe ſich jedoch die Konferenz am Dienstag⸗Nachmittag vertagte, er⸗ hoben die norwegiſchen Delegaten abermals die Bitte und den Antrag, die Synodalkonferenz möge doch eine Disputation mit den Gegnern anbe⸗ raumen. Sie habe ja dazu ſchon die Willigkeit gezeigt durch den am Sonn⸗ abend gefaßten Beſchluß. Herr Prof. Larſen, welcher geſtern nachmittag plötzlich zu aller Freude geſund und wohlbehalten von ſeiner Reiſe aus Norwegen in unſerer Mitte