# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S63 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 63 — Synodalkonferenz doch nicht als ein Gegenſtand vorgelegt worden, zu welchem die Synodalkonferenz erſt bekehrt werden ſoll. Die Meinung iſt vielmehr die geweſen, daß man ſich auf Grund der Theſen in einer ſpäteren Lehrbeſprechung in die in Rede ſtehende Lehre weiter vertiefen könne. Hier wird nun aber dies Bekenntnis der Miſſouri⸗Synode, wie auch die Erklä⸗ rungen der Synoden von Wisconſin und von Minneſota, der Konferenz vorgelegt mit der Bitte, ſie möge ſich darüber äußern, ob dieſe Synoden ein richtiges und bibliſches Bekenntnis über die Lehre gethan haben. Zeigt es ſich dann, daß ein Glied der Konferenz nicht zuſtimmen kann, ſo iſt das für die Konferenz eine Nötigung, nun über die Lehre zu verhandeln. Die Erklärungen der genannten Synoden ſind ja nicht ſo unbekannt, und dazu iſt in denſelben einfach, klar und deutlich dargelegt, was ſie glauben. Die Konferenz ſollte doch ein Urteil über die betreffenden Erklärungen abgeben. Dazu kommt, daß heute morgen nur ein einziger erklärte, nicht zuſtimmen zu können, nämlich Herr Paſtor Muus, und demſelben iſt Zeit gegeben, ſich die vorliegenden Erklärungen der Synoden von Wisconſin und von Minneſota genau anzuſehen. Es wurde daher nun Herr Paſtor Muus gefragt, wie er jetzt zu der Sache ſtehe. Er antwortete: „Wenn gefragt wird, ob ich die Erklärung der Wis⸗ conſin⸗ und der Minneſota⸗Synode annehmen könne, ſo nehme ich erſt vor, was (S. oben S. 58 f.) geſagt iſt von den Worten an: ‚Von der ewigen Erwählung lehrt die heilige Schrift folgendes‘, bis zu den Worten: ‚Das iſt die Lehre der Schrift von der Wahl.‘ Ich weiß nicht, ob ich dieſem zu⸗ ſtimmen oder es verwerfen ſoll. Wird aber noch die Äußerung (oben Seite 59) von ‚Anſehung des Glaubens‘ zugenommen, dann verwerfe ich dieſe Darſtellung.“ Als man darauf Herrn Paſtor Muus fragte, wie das zu erklären ſei: er verwerfe die Darſtellung, wenn der Schlußſatz dazu komme; nun werde aber doch in der längeren Erklärung ausdrücklich geſagt: Dieſe Wahl iſt eine Urſache der Seligkeit ꝛc.; das ſchließe doch das „intuitu fidei“ aus? — — Darauf erwiderte Paſtor Muus: „Ich will auf dieſe Sache in dieſer kurzen Zeit nicht eingehen. Ich verſtehe nicht, wie man mir das zumuten kann, daß ich über dieſe Lehre, darüber ſo viel geſchrieben iſt, in einer kurzen Zeit reden und mit einer kurzen Äußerung das ab⸗ machen ſoll.“ Da nun Herr Paſtor Muus ſich nicht darauf einließ, den betreffenden beanſtandeten Satz uns zu widerlegen, ſo erkannte die Konferenz, daß nun nichts mehr im Wege ſtehe, zur Abſtimmung zu ſchreiten. Man hielt es aber für geboten, nicht über das Ganze aus den Wisconſiner und Minneſotaner Synodalberichten auf einmal abzuſtimmen. Daher wurde denn zuerſt