# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 57 — daß Sie ſelbſt Herrn Prof. Schmidt gleichfalls ermahnen und bitten wollen, auch jetzt noch von ſeinem feindſeligen Beginnen abzulaſſen, ſein begange⸗ nes Unrecht einzuſehen und es uns möglich zu machen, mit ihm über die Lehre ſelbſt wieder als Bruder verhandeln zu können. Zum Schluß verſichern wir den teuren Brüdern in der Ehrw. Nor⸗ wegiſchen Synode, daß wir wohl mit Ihnen fühlen, in welchem heißen Kampfe Sie ſtehen, und Sie dürfen deſſen gewiß ſein, daß wir Ihnen mit den herzlichſten Segenswünſchen und Gebeten zur Seite ſtehen, daß Gott es Ihnen möge gelingen laſſen, der Wahrheit auch in Ihrer Synode den Sieg zu erringen. Unter brüderlichem Gruß zeichnen im Namen und Auftrag der Ev.⸗Lutheriſchen Synodalkonferenz von Nord⸗Amerika Chicago, Illinois, am Montag⸗Vormittag den 9. Oktober 1882 J. Bading, Präſes. T. J. Große, Sekretär. Schluß⸗Erklärung. In ſeiner Schlußrede hatte Herr Prof. Schmidt unter anderem be⸗ hauptet, daß er mit Tumult abgewieſen worden ſei, ſo oft er nur den Mund in der Konferenz aufthun wollte. Vgl. Seite 52. Die Synodalkon⸗ ferenz ſah ſich deshalb genötigt, zur Steuer der Wahrheit am Montag⸗Vor⸗ mittag folgende den Handel mit Schmidt ſchließende Erklärung abzugeben: Was Herr Prof. Schmidt hier ſagte, kann ſich nur auf den einen Fall beziehen, daß, als er nicht mehr reden ſollte und doch fortre⸗ dete, mehrere zu gleicher Zeit laut dagegen proteſtierten.*) Sonſt iſt nichts vorgekommen, was ſo hätte ausgelegt werden können, und niemand wird behaupten können, daß er tumultuariſch zurückgewieſen wor⸗ den ſei. Im Gegenteil, trotzdem daß Prof. Schmidt bezeugt war, jetzt habe er gethan, was von ihm gefordert wurde, trotzdem redete er fort, und dies bewog mehrere Glieder der Synodalkonferenz, laut dagegen Einſpruch zu erheben, und das Unangemeſſene beſtand nur darin, daß es mehrere zu gleicher Zeit thaten. — Die Äußerung Herrn Prof. Schmidts hat allen wehe gethan, weil wir wiſſen, wie das alles ausgebeutet wird. Sodann iſt zu bedenken, daß, als Prof. Schmidt reden wollte, der Antrag zur Ver⸗ tagung bereits geſtellt und unterſtützt war. Und endlich hatte der Vorſitzer mehrere Male Herrn Prof. Schmidt zugerufen: Herr Prof. Schmidt! Sie haben jetzt nicht das Wort! Dennoch redete er immer darauf los. *) Es war dies am Schluß der 2. Sitzung, Donnerstag⸗Vormittag. Vgl. Seite 33.