# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 54 — halber Herrn Prof. Schmidt nicht als Delegaten der Ehrwürdigen Nor⸗ wegiſchen Synode Sitz und Stimme in der Konferenz einräumen konnten, und dieſe Handlungsweiſe gehörig begründet werde. Dieſes Schreiben ſoll dann der Sekretär kopieren, unterzeichnen und durch den Präſes der Syno⸗ dalkonferenz, der es ebenfalls zu unterzeichnen hat, an den Präſes der Ehrw. Norwegiſchen Synode gelangen laſſen. Auch ſoll ausnahmsweiſe dasſelbe mit in den gedruckten Bericht aufgenommmen werden. Dieſes von der Konferenz acceptierte Schreiben lautet wie folgt: An die Ehrw. Norwegiſch⸗Lutheriſche Synode von Nordamerika. Zuhanden des Herrn Präſes H. A. Preus, zu Keyſer, Columbia County, Wisconſin. In dem HErrn geliebte Brüder! Für die diesjährige Verſammlung der evangeliſch⸗lutheriſchen Synodal⸗ konferenz iſt unter anderen Delegaten von Ihrer Synode Herr Prof. F. A. Schmidt zu Madiſon, Wisconſin, gewählt. Ohne die formelle Gültigkeit der Wahl im geringſten beanſtanden zu wollen, hat ſich doch die Synodal⸗ konferenz Gewiſſens halber gedrungen geſehen, Herrn Prof. Schmidt die Anerkennung als eines Gliedes der Verſammlung zu verweigern. Die Gründe für dieſe Handlungsweiſe ſind die folgenden: Es iſt bekanntlich in der Synodalkonferenz ein Streit über die Lehre von der Gnadenwahl ausgebrochen. An dieſem Lehrſtreit hat Herr Prof. F. A. Schmidt einen ganz hervorragenden Anteil genommen, ja, durch ihn iſt derſelbe erſt in die Öffentlichkeit gedrungen und in unſere Gemeinden ge⸗ worfen worden. Nun erklären wir ausdrücklich, daß es nicht die Lehr⸗ ſtellung des Herrn Prof. Schmidt an ſich iſt, welche uns gezwungen hat, ihm die Anerkennung zu verweigern, wie wir ja den gleichgeſinnten Herrn Präſes Muus ohne weiteres zugelaſſen haben. Es iſt vielmehr die Art und Weiſe, wie Herr Prof. Schmidt dieſen Streit führte und wodurch er alle brüderlichen Verhandlungen unmöglich gemacht hat, welche uns ver⸗ hindert, mit ihm in gegenwärtiger Verſammlung als Brüder ſitzen zu können. Sobald ſich nämlich eine Differenz in der Lehre von der Gnaden⸗ wahl zwiſchen Herrn Prof. Schmidt und anderen unſerer Theologen heraus⸗ geſtellt hatte, verſuchte man dieſelbe auf brüderlichem Wege beizulegen. Zu dem Zwecke wurde bereits im Juli 1879 zu Columbus ein Kolloquium ab⸗ gehalten, welches leider! ohne das gehoffte Reſultat verlief. Einige Zeit hernach gab Herr Prof. Schmidt plötzlich in deutſcher Sprache ein Blatt heraus, in welchem er die Vertreter der rechten Lehre auf das heftigſte an⸗ griff und ſie als Calviniſten, Kryptocalviniſten u. ſ. w. ſchmähte. Zwar erklärt Prof. Schmidt, dazu veranlaßt zu ſein durch gewiſſe Angriffe in dem Synodalbericht der Ev.⸗Lutheriſchen Synode von Miſſouri, Weſtlichen Diſtrikts, vom Jahre 1879; allein wir bitten doch zu bedenken, daß Prof.