# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S50 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 50 — anderer zu unſerem Verbande gehörigen Gemeinden als ein Unrecht von ſeiner Seite öffentlich anerkennt.“ Hiernach ſprachen ſich noch einige Delegaten alſo aus: Schmidt hat ganz recht. Wir können die Fragen in der beanſtandeten Form nicht an ihn ſtellen, obgleich die Meinung die war, die eben Herr Paſtor Koren angegeben hat. Wenn die Konferenz für gut befindet, die miſſouriſche Form anzunehmen, ſo, glaube ich, verlangen wir nichts gewiſſenbeſchwerendes von Herrn Prof. Schmidt, und doch genügt uns dann ſeine Antwort. Wir haben erſt geſagt, welche Art Leute wir nicht anerkennen können, und dann haben wir geſagt, was wir hiernach von Schmidt fordern, nämlich, daß er es bereut, unſere Lehre, von der wir natürlich glauben, daß ſie in Gottes Wort enthalten und in dem Bekenntnis bezeugt iſt, verläſtert zu haben. Er wird natürlich ſagen: damit habe ich nicht Gottes Wort verläſtert, ſon⸗ dern eure Lehre, die ich für falſch halte. Das verſteht ſich, das kann man in der Lage, in der Prof. Schmidt iſt, nicht erwarten, daß er wird zugeben, gegen Gottes Wort gekämpft zu haben; denn dann wäre er ja wieder ein Miſſourier. Wir haben nicht beachtet, daß wir die Komitee, welche den Bericht geliefert hat, auch hätten beauftragen ſollen, beſtimmte Fragen zu formulieren, und ſo iſt es gekommen, daß die Form der an Herrn Prof. Schmidt geſtellten Fragen nicht ganz korrekt iſt. Ich habe das nicht beachtet. Ein anderer ſagte: Ich möchte fragen, ob ich den Proteſt mißver⸗ ſtanden oder aus einer anderen Quelle hergeholt habe, was ich eben ſagen will. Es kommt mir vor, als ſei es ausdrücklich im Proteſt geſagt, daß ſobald Herr Prof. Schmidt auf dieſe Konditionen eingehen würde, die Syno⸗ dalkonferenz mit Freuden bereit wäre, mit ihm über die Lehre zu verhandeln. Das zeigt offenbar, daß die Frage nicht in dem Sinn geſtellt werden konnte, gegen den ſich Schmidt verwahrt. Ein dritter äußerte: Wir verlangen ja hiermit bei Herrn Prof. Schmidt noch keinen Geſinnungswechſel. Das wäre ja ein Verlangen, ihn zum Heuchler zu machen. Die Synodalkonferenz hielt es daher nun für zweckdienlich, beſtimmt formulierte Fragen an Herrn Prof. Schmidt zu richten und zwar auf ein⸗ ſtimmigen Beſchluß folgende Fragen: 1. Bekennen Sie, daß Sie unrecht gethan haben, daß Sie voreilig, ohne die nötigen Schritte gethan zu haben, unſere Lehre als Calvinismus öffentlich verläſtert und uns als neue Kryptocalviniſten vor aller Welt geſchändet haben? 2. Bekennen Sie, daß Sie unrecht gethan haben, daß Sie in die Gemeinden der Synodalkonferenz eingebrochen ſind und darin Trennung und Verwirrung angerichtet haben? 3. Wollen Sie dies auch öffentlich bußfertig abbitten?