# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 48 — Fünfte Sitzung. Freitag⸗Nachmittag, den 6. Oktober. Nach dieſer Debatte kam es zur Abſtimmung über den formulierten Beſchluß der Komitee. Die Synodalkonferenz erhob denſelben zu ihrem Beſchluß. Nur Herr Paſtor Muus ſtimmte dagegen. Herr Paſtor Koren meldete ſodann, daß er ſeiner Zeit und am gehörigen Orte in ſeinem und anderer norwegiſchen Delegaten Namen eine Erklärung zu geben wünſche und ihm dies dann geſtattet werde. Nachdem nun noch beſchloſſen war, jetzt an Herrn Prof. Schmidt die Frage zu richten, ob er willig ſei, die geforderten Bedingungen zu erfüllen, erhob ſich der Präſes der Synodalkonferenz und redete Herrn Prof. Schmidt alſo an: „Ich ſtelle im Namen der Synodalkonferenz jetzt dieſe Fragen an Sie. Sie haben die Bedingungen gehört, unter welchen es uns möglich iſt, Ihnen als Delegaten der Norwegiſchen Synode Sitz und Stimme in der Synodal⸗ konferenz zu gewähren. Sind Sie bereit, ein rundes, aufrichtiges und ehr⸗ liches Ja auszuſprechen, daß Sie dieſe Bedingungen erfüllen wollen und ſich als einen bußfertigen Chriſten hinzuſtellen, der es von Herzen bereut, ſich jemals ſo ausgeſprochen zu haben, wie es am Tage iſt, und daß Sie demgemäß auch in unſere Gemeinden eingebrochen ſind?“ Darauf antwortete Herr Prof. Schmidt alſo: „Ich kann ganz un⸗ möglich auf dieſe Frage mit einem bloßen Ja oder Nein antworten. Wenn es mir erlaubt würde, nur einige Worte hinzuzufügen! Ich bin hierher gekommen im Auftrag meiner Synode. Die gehört zu dieſer Gemeinſchaft der Synodalkonferenz. Sie iſt mein höchſter Gerichtshof. Es ſind hier Proteſte erhoben worden. Ich für meinen Teil meine nicht anders, als daß ich müſſe das Recht haben mich zu verteidigen; daß mir müſſe Gelegenheit gegeben werden, auf dieſe Anſchuldigungen zu antworten. Ich könnte zwar kurz auch auf dieſe Fragen antworten, aber nicht mit einem bloßen Ja oder Nein. Für meinen eigenen Teil fordere ich es von dieſer Synodalkonfe⸗ renz, als der erſten Verſammlung, welche ſich ſeit Ausbruch des Streites hier verſammelt hat und vor welcher ich verklagt bin. Die Norwegiſche Synode, die mich nie in Lehr⸗ und Kirchenzucht genommen hat, kann es auch fordern. Ich möchte darum bitten, daß man mir einerſeits auf die Frage eine Antwort gebe: ob es mir auf Grund meines Kreditivs als Dele⸗ gaten meiner Synode, welche mich mit vollem Bewußtſein des wahren Stan⸗ des der Dinge hierher geſandt hat, erlaubt ſei, mich zu verteidigen? und zweitens: ob ich, wenn ich eine Antwort gebe, dieſelbe auch erklären kann?“ Darauf wurde geantwortet, daß dies weiter gehe als unſere Anfrage. Denn es handele ſich nur darum, ob Schmidt in Abrede ſtelle, das gethan zu haben, um des willen er von Sitz und Stimme in der Synodalkonferenz ausgeſchloſſen ſein ſolle. Geſteht er das ein, wie er denn das muß, wenn