# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 42 — Nach dieſen Bemerkungen trat Herr Paſtor Rasmuſſen abermals auf und erklärte, daß er es noch immer nicht einſehen könne, ja, er müſſe der Konferenz widerraten, daß um des im Proteſt angeführten erſten Grun⸗ des willen Herrn Prof. Schmidt die Zulaſſung zu Sitz und Stimme in der Synodalkonferenz nicht geſtattet werden ſolle. Vielmehr iſt es Pflicht der Konferenz, hier mit Schmidt über die Lehre zu verhandeln. Denn es iſt doch das erſte Mal, daß nach Ausbruch des Streites die Synodalkonferenz ſich verſammelt hat. Daher iſt hier der rechte Platz, die Sache zu unter⸗ ſuchen, zumal da Schmidt rechtmäßig erwählter Delegat der Norwegiſchen Synode iſt. Es iſt das unrecht, daß ſich die Konferenz nicht mit Schmidt in Lehrverhandlung einlaſſen will. Iſt ein Grund zur Anklage gegen Schmidt vorhanden, ſo kann dieſelbe hier vorgebracht werden, und nun ſehe man zu, ob er wirklich die rechte Lehre verläſtert hat oder etwas an⸗ deres. Darum möge doch die Konferenz wohl bedenken, ob ſie recht handelt mit Annahme des vorliegenden Komitee⸗Berichtes oder Beſchluſſes. Und wenn vorhin von Dr. Walther geſagt iſt: Gegen die Lüge ſei ſcharfe Pole⸗ mik erlaubt, aber nicht gegen die Wahrheit, ſo möchte ich bemerken: Prof. Schmidt iſt eben der Meinung, daß er gegen die Lüge kämpft. Darum verſetze man ſich doch an ſeine Stelle. Und wenn endlich darauf Gewicht gelegt wird, wer den Anfang dieſes Streites gemacht hat, ſo muß ich be⸗ zeugen, daß für mich und viele meinesgleichen die Sache anders ſteht, und wir ſagen müſſen: Die Schuld dieſes unſeligen Streites ruht auf der Miſſouri⸗Synode und im beſonderen auf Herrn Dr. Walther. Darauf wurde nun erwidert: Es iſt ſchlechterdings nicht zu begreifen, wie Paſtor Rasmuſſen ſo ſtehen kann. Um auf das letzte zunächſt ein⸗ zugehen: Wir haben uns in unſerem Proteſt gar nicht darauf eingelaſſen, wer den Anfang gemacht hat; ſondern darauf, daß Profeſſor Schmidt den Streit in ein ſolches Stadium gebracht hat, daß es unmöglich iſt, als Bru⸗ der mit ihm zu verhandeln. Darum legen wir die ganze Schuld auf Prof. Schmidt, daß er hier nicht als Delegat anerkannt werden kann. Damit hängt das andere zuſammen. Ja gewiß! die Lehre von der Gnadenwahl iſt ſtreitig und die Syno⸗ dalkonferenz iſt dazu da, dieſen Streit zu beſehen und zu ſchlichten. Es wird außerordentlich bedauert, daß keine Synodalkonferenz früher zuſtande gekommen iſt. Aber wer hat denn jetzt das unmöglich gemacht, daß, nach⸗ dem ſie nun zuſtande gekommen iſt, wir mit Schmidt nicht verhandeln kön⸗ nen? Niemand als Prof. Schmidt. Haben doch die Wisconſiner niemals vorher gegen ihn geſchrieben, weil ſie dachten: Vielleicht handelt Schmidt eher mit uns, gegen die er kein ſolches Mißtrauen hat, als gegen andere Synoden. Aber kaum thun wir einfach unſere Erklärung über die Gnaden⸗ wahl, ſo wirft er uns fort als Calviniſten. Und damit jeder ſehe, daß ihm dies nicht etwa bloß einmal entſchlüpft ſei, giebt er ſeinen Worten praktiſche Folge, bricht in die Gemeinden ein, ohne uns vermahnt zu haben;