# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 40 — Dieſem wurde nun entgegnet: Herr Paſtor Rasmuſſen ſtellt ſich ſo, als ob es ebenſo recht ſei, ſcharf gegen die Wahrheit zu polemiſieren als gegen den Irrtum. Wir haben in der Miſſouri⸗Synode nie geſagt, daß es recht ſei, gegen die Wahrheit überhaupt zu polemiſieren, geſchweige denn noch dazu mit ſcharfen Ausdrücken. Man bedenke ferner: Wir wollen mit unſerem Proteſt dieſes ſagen: Wenn Schmidt bloß glaubte, wir ſeien Calviniſten, aber er ginge damit nicht vor der ganzen Welt heraus und ſtellte uns nicht öffentlich als Menſchen voller Tücke und Heuchelei dar, ſo würden wir mit ihm als mit einem irrenden Bruder noch verhandeln. Und ferner: Es iſt wahr, Paſtor Muus hat uns hier gerade ſo behandelt, wie es Schmidt in der Öffentlichkeit gethan hat, Muus hat gleiche ſchänd⸗ liche Scheltworte geſprochen; aber er hat's am rechten Orte gethan. Das nehmen wir keinem übel, wenn er hier in der Konferenz noch ſo derb gegen uns heraustritt, ja, wenn er uns hier Türken nennen würde, weil wir eine ſolche Lehre von der Gnadenwahl bekennen. Da müſſen wir uns eben be⸗ ſehen, ob unſere Lehre nicht der Apoſtel Paulus ſelbſt gelehrt hat. Aber wie Herr Profeſſor Schmidt gehandelt hat, das iſt ketzeriſch, teils weil er Gottes Wahrheit öffentlich verflucht, teils weil er vor der ganzen Chriſten⸗ heit in den Gemeinden Rotten macht. Darum müſſen wir ihn in Röm. 16. hineinnehmen, wo es heißt: „Weichet von denſelbigen.“ — Es iſt auch fer⸗ ner zu bedenken: Wer den Nominal⸗Elenchus eingeführt hat. Miſſouri war zu allen Privatverhandlungen bereit. Wer hat das unmöglich ge⸗ macht? Prof. Schmidt! Das kann daher nie als Beweis angeführt wer⸗ den, daß wir nun öffentlich den Kampf gegen ihn führen. Und noch viel ſchlimmer hat Schmidt mit der Wisconſin⸗Synode gehandelt. Wisconſin hat in ſeinen Organen abſichtlich nicht gegen Schmidt geſchrieben. Aber Schmidt hat nie geſagt: Ich will noch mit euch handeln; ſondern ſobald die Wisconſin⸗Synode ihre Erklärung zum Bekenntnis gethan hatte, warf er ſie weg, brandmarkte ſie öffentlich als Calviniſten und brach in ihre Ge⸗ meinden ein. Wie kann man es nun den Wisconſin⸗Delegaten zumuten, Herrn Prof. Schmidt als Bruder anzuerkennen? Man ſollte meinen, jeder, der ſo wie Schmidt gehandelt hat, würde mit einer ſolchen Verſammlung nichts mehr zu thun haben wollen, er würde gar nicht in ſolche Verſamm⸗ lung kommen. Das ſollte doch jeder erkennen können, der noch ein chriſt⸗ liches Gewiſſen hat, daß es unmöglich ſei, auf dieſe Weiſe mit Herrn Prof. Schmidt als Bruder zuſammen zu ſitzen. Schmidt hat ſich das ſelbſt zuzu⸗ ſchreiben, und es ſteht nun bei ihm, den Grund, den er ſelbſt geſchaffen hat, aus dem Wege zu räumen. Er hat es jederzeit in ſeiner Hand, die Sach⸗ lage zu beſſern. — Und wenn uns jemand darüber tadelt, daß wir uns ge⸗ wehrt, ja ſcharf gewehrt haben im Kampfe gegen Herrn Prof. Schmidt, der thut dasſelbe, als in dem folgenden Fall geſchieht: Ein Straßenräuber fällt mich an und will mich totſchlagen. Da wehre ich mich gegen ihn und ſchlage ihm wohl auch ſchwere Wunden. Wenn nun jemand kommt, ja