# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 34 — Dritte Sitzung. Donnerstag⸗Nachmittag, den 5. Oktober. Nachdem nun auf Befragen Herr Prof. Schmidt erklärt hatte, daß ſeine heute vormittag erwähnte Gegenfrage nicht an die Frageſteller, ſon⸗ dern an die ganze Konferenz gerichtet ſein ſollte, erkannte man daraus, daß derſelbe auf die Frage der norwegiſchen Brüder: Ob er hier als Bruder oder Feind ſitzen wolle? nicht direkt und unbedingt antworten wolle, und ließ daher dieſe Angelegenheit fallen. Nun kam wieder der Vorſchlag zur Sprache, daß die Synodalkonferenz die Proteſte der erwähnten drei Synoden zu den ihrigen machen ſolle, das iſt, ſie als gerechte und wohlbegründete Proteſte anerkennen möge. Da aber die Gründe, worauf die Proteſte fußen, wenigſtens ſoweit es den zweiten Punkt betrifft, einigen Brüdern noch nicht klar geworden waren, ſo wurden nun zunächſt Belege dafür beigebracht, daß Herr Prof. Schmidt ſich der Rottiererei ſchuldig gemacht habe. Demgemäß berichtete Herr Paſtor Tirmenſtein aus der Minneſota⸗ Synode folgenden Fall: Herr Paſtor Vollmar hat bereits vor ſeinem Aus⸗ tritt aus der Minneſota⸗Synode zwei ſcharfe Artikel in „Altes und Neues“ wider die Lehre der Miſſouri⸗Synode veröffentlichen laſſen, und als er dar⸗ über von der Synode vorgenommen wurde, bat er alles ab, was er gegen die Liebe und das Vertrauen geſchrieben habe. Die Synode forderte, daß ſolche Revozierung auch öffentlich in „Altes und Neues“ geſchehe, aber Prof. Schmidt verweigerte die Aufnahme des betreffenden Artikels. Auf der letzten Synode traten von ihr aus die Paſtoren Vollmar und Siegriſt. Letzterer ſuchte auch ſeine Gemeinde aus dem Verbande der Synode zu ziehen. Als nun eine Komitee in der betreffenden Gemeinde die Sache unterſuchen wollte, fanden ſich auch ein: Prof. Schmidt, Paſtor Allwardt und Paſtor Vollmar, der auch um der Lehre willen, wie geſagt, ſchon aus⸗ getreten war. Ja, Prof. Schmidt predigte für Paſtor Siegriſt dem ver⸗ führten Teil der Gemeinde, und beriet denſelben am Nachmittag in einer Verſammlung, was er zu thun habe. Ferner berichtete Präſes Bading über den Fall in Oſhkoſh aus der Wisconſinſynode folgendes: Als Paſtor Dowidat von der Synode in La Croſſe nach Hauſe kam, fand es ſich, daß wider ihn und unſere Synode in der Gemeinde gewühlt worden war. Das ſtellte ſich in der bald ab⸗ gehaltenen Gemeindeverſammlung deutlich heraus, in welcher auch Herr Paſtor Dowidat den Delegatenbericht als einen entſtellten beanſtanden mußte. Es war eine ſolche Aufregung in der Verſammlung, daß der Paſtor kaum zu Worte kommen konnte. Man ſchrie wiederholt: Wir wollen keine Gnadenwahl! Wir wollen keine Gnadenwahl! Ein Majoritätsbeſchluß verlangte, daß Herr Prof. Schmidt oder Paſtor Allwardt zu Hilfe gerufen werde, und die Minorität proteſtierte dagegen ſamt dem Paſtor. Paſtor