# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S30 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 30 — lich mitgeteilten Proteſtes ſeitens unſeres Herrn Paſtor Dowidat perſönlich in deſſen Gemeinde erſchienen iſt und ſeine Hand zur Herbeiführung der Spaltung in der Gemeinde zu Oſhkoſh geboten hat, wobei er ſich ſogar auf ſeine noch beſtehende Zugehörigkeit zur Synodalkonferenz und den Umſtand, daß er als Delegat zur bevorſtehenden Verſammlung dieſes Körpers ge⸗ wählt ſei, berufen hat: ſo halten wir, die Glieder der gegenwärtig zu Ra⸗ cine, Wis., verſammelten Paſtoralkonferenz der Synode von Wisconſin u. a. St., es für unſere unabweisliche Pflicht, gegen die Zulaſſung des Herrn Prof. Schmidt als Delegaten zur Synodalkonferenz zu proteſtieren; und zu erklären, daß wir ihn, ſo er nicht Buße thut, nicht mehr als Bruder anerkennen, mit dem unſere Delegaten in kirchlicher Beratung tagen könn⸗ ten, ſondern ihn als einen Feind anſehen, von dem wir erwarten müſſen, daß er jedes weitere Verhandeln mit ihm nur mißbrauchen würde. J. Bading, R. Adelberg, F. A. Ernſt, O. Schröder. Zu dieſem letzteren Proteſte wurde noch die Erklärung gegeben, daß derſelbe urſprünglich ausgehe von der allgemeinen Paſtoralkonferenz der Ehrw. Wisconſinſynode, und eigentlich eine Anklageſchrift gegen Herrn Prof. Schmidt iſt, welche die Konferenz dem Präſes der Ehrw. Norwegiſch⸗ Lutheriſchen Synode zugeſandt hat in betreff der Zulaſſung Herrn Prof. Schmidts als Delegaten zur Synodalkonferenz. Dieſelbe Anklageſchrift ſolle hiermit auch ein motivierter Proteſt vor der Synodalkonferenz ſein. Nach Anhörung dieſer Proteſte ward es der Konferenz klar, daß alle drei Proteſte in folgenden beiden Punkten übereinkommen, nämlich daß ſie ſich gründen 1. darauf, daß Herr Prof. Schmidt die Lehre der drei Synoden, der Miſſouri⸗, Minneſota⸗ und Wisconſinſynode, in betreff des Artikels von der Gnadenwahl als Calvinismus verläſtert und gebrandmarkt hat, und 2. darauf, daß Herr Prof. Schmidt als ein Rottierer in unſere Ge⸗ meinden eingebrochen iſt. Die Proteſte erklären auch ausdrücklich, daß wenn Herr Prof. Schmidt beides öffentlich zurücknimmt und als Sünde anerkennt, dann die Delegaten der drei genannten Synoden bereit ſeien, mit ihm über die Lehre ſelbſt, wenn es auch noch ſo lange währen ſollte und trotzdem, daß ſeine Lehre ein grund⸗ ſtürzender Irrtum iſt, in aller Geduld als mit einem irrenden Bruder zu ver⸗ handeln. Aber ehe nicht die beiden Punkte mit ja oder nein beantwortet ſind, könne man ſich unmöglich, Gewiſſens halber, auf Lehrdiskuſſion einlaſſen. Es wurde nun der Vorſchlag gemacht und unterſtützt: dieſe drei Pro⸗ teſte ſollen hiermit von der Synodalkonferenz angenommen und zu den ihrigen gemacht werden.