# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 28 — dem genannten als einem berechtigten Mitgliede einer kirchlichen Repräſen⸗ tation zuſammenſitzen können. Hierbei bezeugen wir noch nachträglich, daß wir nicht nur weit davon entfernt ſind, gegen die Anerkennung irgend eines anderen Vertreters der Ehrwürdigen Norwegiſchen Synode als eines berechtigten Beiſitzers dieſer Verſammlung zu proteſtieren, ſondern daß auch unſer Proteſt nicht gegen diejenigen norwegiſch⸗lutheriſchen Brüder gerichtet iſt, welche Herrn Prof. Schmidt hierher geſendet haben; da dieſelben wohl keine genügende Kennt⸗ nis von dem Verhältnis gehabt haben mögen, in welchem Herr Prof. Schmidt zu uns ſteht, vielmehr gemeint haben mögen, daß gerade auf die⸗ ſem Wege der eingetretene Zwieſpalt in der Lehre vermittelſt brüder⸗ licher Beſprechung durch Gottes Gnade gehoben werden könne. Möge der HErr ſich unſerer amerikaniſch⸗lutheriſchen Kirche erbarmen, daß ſie nicht vergeſſend, was der HErr an ihr gethan, ſich blenden laſſe, für ein Scheinevangelium das wahre Evangelium hinzugeben. Möge ſich der HErr inſonderheit unſers armen, ſo leicht durch ſchöne Reden und kecke Behauptungen irregemachten und verführten einfachen Chriſtenvolks in Gnaden annehmen, daß es jeden Trug, welchen man mit ihm ſpielt, durch⸗ ſchaue und bei der alten geſunden Lehre bleibe. Möge der HErr endlich alle diejenigen, welche meinen, daß die Lehre Herrn Prof. Schmidts jeden⸗ falls die einer großen Schar ſpäterer hochangeſehener Lehrer unſerer Kirche ſei, denen ein treuer Lutheraner folgen müſſe, von allem ungöttlichen Ver⸗ trauen auf Menſchenautorität frei machen und ihnen die Gnade ſchenken, ſich auch in der jetzt ſtreitig gewordenen Lehre in feſtem Vertrauen allein auf Gottes untrügliches Wort zu gründen und, wo Gott redet, nicht danach zu fragen, was des Menſchen blinde Vernunft daraus Schreckliches folgere, ſowie zu bedenken, daß menſchliche Vernunft ſelbſt aus dem wenigen, welches die Gegner noch von dem Geheimnis einer Gnadenwahl ſtehen laſſen, z. B. das Vorauswiſſen Gottes, wer ſelig werden werde, wer nicht, dieſelben Entſetzen erregenden Lehren als unwiderſprechlich notwendige Folgerungen zieht; da⸗ her Luther ſo wahr ſagt: „Wenn es ſoll Reimens gelten, ſo wer⸗ den wir keinen Artikel im Glauben behalten.“ (XII, 1929.) Chicago, Ill., am 3. Oktober 1882. Für die für die diesjährige Synodalkonferenz⸗Verſammlung erwähl⸗ ten gegenwärtigen Delegaten der deutſchen evang.⸗luth. Synode von Miſſouri, Ohio und anderen Staaten unterzeichnet in ihrem Namen und Auftrag deren Sekretär C. J. Otto Hanſer. Hierauf folgte Vertagung der erſten Sitzung mit dem Gebet des HErrn.