# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S26 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 26 — Mit dieſen Sätzen verbinden wir keinen andern Sinn als den, welchen die Worte ſelbſt anzeigen, und verwerfen alles, was mit ihnen im Wider⸗ ſpruch ſteht, ſelbſt wenn es ſich in unſeren eigenen Publikationen fände. Wir wiederholen daher hier das, was unſere Delegaten⸗Synode nach Auf⸗ ſtellung der 13 Sätze laut ihres Berichts vom Jahre 1881 S. 37 ausdrück⸗ lich erklärt hat, nämlich: „Wer in Wirklichkeit dieſe Sätze ſo annimmt, wie ſie lauten, der iſt mit uns im Glauben eins. Damit ſagen wir zugleich, daß wir uns zu nichts bekennen, was mit dieſen Sätzen nicht ſtimmt. .... Wir wiſſen von keinem heimlichen und verborgenen Sinn in dieſen Sätzen.“ Dies alſo iſt die Lehre unſerer Synode. Es iſt keine andere, als die Lehre der heiligen Schrift, die Lehre unſeres Bekenntniſſes, die Lehre Luthers und aller der Männer, deren ſich Gott zur Entwerfung unſerer Bekenntniſſe als ſeiner geheiligten Werkzeuge bedient hat. Von dieſer Lehre können wir nicht weichen, bei dieſer Lehre wollen wir bis an den Tod verharren, für dieſe Lehre ſind wir bereit Schmach und Verfolgung zu lei⸗ den, auf dieſe Lehre hoffen wir einſt durch Gottes Gnade aus dieſem trüb⸗ ſeligen Leben voll Streit und Unruhe ſelig abzuſcheiden und mit derſelben getroſt zu erſcheinen vor JEſu Chriſto, dem Richter der Lebendigen und der Toten. Es iſt hier nicht der Ort, dieſe unſere Lehre aus Gottes Wort zu begründen und gegen die auf dieſelbe gemachten Angriffe zu verteidigen. Beides iſt ſchon reichlich an andern Orten geſchehen und wird mit Gottes Hilfe noch ferner geſchehen. Unſere Aufgabe war, die Gründe anzugeben, warum wir gegen eine unbedingte Anerkennung Herrn Prof. Schmidts als eines Beiſitzers der Synodalkonferenz⸗Verſammlung Proteſt erhoben haben. Dieſe Aufgabe haben wir nun gelöſt. Unſere Gründe ſind — um dies noch einmal kurz zu wiederholen — nicht die falſche Lehre, in welche Herr Prof. Schmidt gefallen iſt, über welche wir in der Synodalkonferenz⸗Verſammlung uns mit ihm brüderlich zu beſprechen ſchon bei Ausbruch des Streites uns bereit erklärt haben und unter anderen Umſtänden noch heute bereit ſein wür⸗ den, ſondern — 1. daß Herr Prof. Schmidt unſere aus Gottes Wort erwieſene Lehre als grundſtürzenden Irrtum fort und fort verläſtert, uns ſo⸗ gleich öffentlich des Calvinismus beſchuldigt, und ſomit ſogleich öffentlich verdammlicher Ketzerei bezichtigt, die aus unſerer Lehre von ihm gezogenen Vernunftſchlüſſe uns als unſere Lehre imputiert, ja, nun ſchon jahrelang gegen uns als gegen Feinde der Wahrheit und verſtockte Ketzer gekämpft, uns als ſolche in der ganzen Chriſtenheit ausgeſchrieen, auch den Vorſchlag, daß er unter Einſtellung ſeiner feindſeligen Polemik mit uns ferner kolloquiere, abgewieſen, und ſo jedes glaubensbrüderliche Verhältnis mit uns thatſächlich längſt ſelbſt aufgehoben hat, und