# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 21 — kennen würden, damit entweder ſelbſt des Abfalls von der Wahrheit, deſſen ſie öffentlich bezichtigt ſind, ſich ſchuldig geben, oder des gröbſten Synkretis⸗ mus ſich ſchuldig machen und damit zugleich der Sünden ihres Gegners teilhaftig werden würden. Daß nun Herr Prof. Schmidt ſich uns gegenüber wirklich als einen ſolchen Mann erwieſen habe, bedarf zwar hier keines Beweiſes, da alles, was von ſeiten des genannten uns gegenüber geſchrieben, geredet und ge⸗ than worden, vor aller Welt Augen geſchehen iſt; folgende wenige, aus vielen ähnlichen Auslaſſungen ausgezogene Belege mögen jedoch jenes auch für diejenigen erweiſen, welche den Verlauf des Streites nicht verfolgt haben. Seinen öffentlichen Kampf gegen Miſſouri eröffnete Herr Prof. Schmidt ſogleich in der erſten Nummer des erſten Jahrgangs ſeines „Theo⸗ logiſchen Zeitblattes“, genannt „Altes und Neues“ (Januar 1880), mit folgender Erklärung: „Der Grund, weshalb wir gerade jetzt unſer ‚Altes und Neues‘ aus⸗ gehen laſſen, iſt ein ſehr ſpezieller. In den Publikationen der Miſſouri⸗ ſynode ... iſt in den letzten Jahren eine Lehre von der Gnadenwahl aus⸗ führlich dargelegt und verteidigt worden, die wir nicht anders als für ſchrift⸗ und bekenntniswidrigen, calviniſierenden Irrtum erkennen können: ... Wohlan, ſo ſei es denn in Gottes Namen Kampf, offener und entſchiedener Kampf gegen dieſen neuen Krypto⸗Calvinis⸗ mus.“ (S. 1. 2.) Die faſt unzähligen Wiederholungen dieſer Brandmarkung unſerer Lehre als „Krypto⸗Calvinismus“ übergehend, heben wir nur noch folgende Ausfälle aus: Seite 253 desſelben Jahrganges heißt es: „Dies Geheimnis, wie es ſo oft“ (von den Miſſouriern) „genannt wird, iſt nichts anderes, als die calviniſche Unterſcheidung von voluntas beneplaciti und signi (d. h. der unbedingte Wille des geheimen Wohlgefallens und der bloße Wille des Zeichens).“ Jahrg. II, S. 2: „In dieſer Doppeltheit des Ratſchluſſes zur Selig⸗ keit“ (den die Miſſourier lehren) „liegen zahlloſe andere falſche und ſeelen⸗ verderbliche Lehren verborgen, z. B. über die Gnade, Gnadenmittel, Be⸗ kehrung, Glauben, Gewißheit der Seligkeit, Beharrung.“ Jahrg. II, S. 3: „Gerade in dieſem Falle, wo Tauſende ſich einfach vom Zauber miſſouriſcher angeblich kryſtallreiner Orthodoxie bethören laſſen, ... wollen wir um ſo ernſter und kräftiger unſere Wächterſtimme erheben.... Entſtehen ſo Spaltungen und Zerſplitterungen, wohlan, wir wollen lieber die Wahrheit und den wahren evangeliſchen Glau⸗ bensgrund retten, als daß wir äußerlich einen Koloß einer angeblich rechtgläubigſten Organiſation unangefochten laſſen ſollten, wenn die Wahr⸗ heit dadurch verleugnet, unterdrückt und verloren wird.“ Ebendaſelbſt S. 159: „So traurig es iſt, daß durch dieſe neue Lehre