# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S12 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 12 — zu welchen uns Gott zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln ſollen.“ (Eph. 2, 10.) „Kann auch ein Mohr ſeine Haut wandeln, oder ein Parder ſeine Flecken? So könnet ihr auch Gutes thun, weil ihr des Böſen ge⸗ wohnt ſeid.“ (Jer. 13, 23.) „Ich will euch ein neu Herz und einen neuen Geiſt in euch geben; und will das ſteinerne Herz aus eurem Fleiſche wegnehmen, und euch ein fleiſchern Herz geben.“ (Heſ. 36, 26.) „Warum läſſeſt du uns, HErr, irren von deinem Wege und unſer Herz verſtocken, daß wir dich nicht fürchten?“ (Jeſ. 63, 17.) Was aber die Bekenntniswidrigkeit der Lehre Herrn Profeſſor Schmidts betrifft, ſo erinnern wir nur an folgende Stellen aus dem zweiten Artikel der Konkordienformel „Vom freien Willen oder menſchlichen Kräften“. Nachdem daſelbſt der Differenzpunkt der Lehre der Synergiſten und deren Gegner angegeben iſt, heißt es hierauf weiter: „Dieſe Zwie⸗ ſpalt nach Anleitung Gottes Worts chriſtlich zu erklären und durch ſeine Gnade hinzulegen, iſt unſere Lehre, Glaube und Bekenntnis, wie nachfolgt: Daß nämlich in geiſtlichen und göttlichen Sachen des unwiedergeborenen Menſchen Verſtand, Herz und Wille aus eigenen, natürlichen Kräften ganz und gar nichts verſtehen, gläuben, annehmen, gedenken, wollen, anfangen, verrichten, thun, wirken oder mitwirken könne, ſondern ſei ganz und gar zum Guten erſtorben und ver⸗ dorben, alſo, daß in des Menſchen Natur nach dem Fall vor der Wie⸗ dergeburt nicht ein Fünklein der geiſtlichen Kräfte übrig geblieben noch vorhanden, mit welchem er aus ihm ſelber ſich zur Gnade Gottes be⸗ reiten, oder die angebotene Gnade annehmen, noch derſelben für und von ſich ſelbſt fähig ſein oder ſich dazu applizieren oder ſchicken könne, oder aus ſeinen eigenen Kräften etwas zu ſeiner Bekehrung, weder zum ganzen noch zum halben oder zu einigem dem wenigſten und geringſten Teil, helfen, thun, wirken oder mitwirken vermöge von ihm ſelbſt, als von ihm ſelbſt, ſondern ſei der Sünden Knecht, Joh. 8., und des Teufels Gefangener, davon er getrieben wird, Eph. 2. 2 Tim. 2. Daher der natürliche freie Wille ſeiner verkehrten Art und Natur nach allein zu dem⸗ jenigen, das Gott mißfällig und zuwider iſt, kräftig und thätig iſt. ... Daraus offenbar iſt, daß der freie Wille aus ſeinen eige⸗ nen, natürlichen Kräften nicht allein nichts zu ſeiner ſelbſt Bekehrung, Gerechtigkeit und Seligkeit wirken oder mitwirken, noch dem Heiligen Geiſt, ſo ihm durch das Evangelium Gottes Gnade und die Seligkeit an⸗ beut, folgen, gläuben oder das Jawort dazu geben kann, ſondern aus an⸗ geborener, böſer, widerſpenſtiger Art Gott und ſeinem Willen feind⸗ lich widerſtrebt, wo er nicht durch Gottes Geiſt erleuchtet und regiert wird. Derhalben auch die heilige Schrift des unwiedergebore⸗ nen Menſchen Herz einem harten Stein, ſo dem, der ihn anrühret, nicht weichet, ſondern widerſteht, und einem ungehobelten Block und wilden unbändigen Tier vergleicht. ... Sintemal der Menſch den grauſamen