# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1882_S6 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 6 — Lehrverhandlungen, wie ſie bisher in der Synodalkonferenz üblich waren und den größten Teil der Sitzungen, beſonders alle Vormittagsſitzungen einnahmen, konnte die Konferenz diesmal leider nicht halten. Es fehlte keineswegs an Theſen, denn nicht weniger als vier Lehrgegenſtände lagen der Konferenz in Theſen⸗ form vor, nämlich: 1. Theſen über die Gnadenwahl, wie ſolche von Herrn Dr. C. F. W. Walther verfaßt und von der Ehrw. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. auf ihrer letzten Verſammlung zu Fort Wayne, Ind., ſind angenommen worden. 2. Theſen über Kirchengemeinſchaft. 3. Theſen über das Jus Parochiale. 4. Theſen über innere Miſſion. Wer nun aber den folgenden Bericht aufmerkſam durchlieſt, der wird leicht erkennen, warum es diesmal zu keinen eigentlichen und üblichen Lehr⸗ verhandlungen kommen konnte; er wird aber auch bekennen müſſen, daß faſt der ganze Bericht im Grunde nichts als Lehrverhandlung iſt. Es folgen nun die Gegenſtände und deren Behandlung in der Konferenz. I. Proteſte der Synoden von Miſſouri, Wisconſin und Minneſota. Nach der Organiſation der Konferenz, noch in der erſten Sitzung am Mittwoch⸗Nachmittag, den 4. Oktober, beſchloß die Synodalkonferenz, ſo⸗ fort die Motivierung der erhobenen Proteſte der Reihe nach, wie ſie ein⸗ gebracht waren, anzuhören. Daher verlas Herr Paſtor O. Hanſer den ſchriftlich motivierten Proteſt der Delegaten aus der Ehrw. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. Derſelbe lautet, wie folgt: Mit einem im Glauben irrig Gewordenen, ſelbſt mit einem offenbar ketzeriſchen Menſchen Kolloquien, Disputationen und dergleichen abzuhalten, ſtreitet nicht gegen Gottes Wort und daher auch nicht gegen ein in Gottes Wort gefangenes Gewiſſen, ja, es kann dies unter Umſtänden rechtgläu⸗ bigen Chriſten, inſonderheit den Kirchendienern, ſogar zur heiligen Pflicht werden. Denn, was vorerſt die rechtgläubigen Chriſten betrifft, ſo for⸗ dert der heilige Apoſtel Petrus von denſelben ausdrücklich: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch iſt.“ (1 Petr. 3, 15.) Von einem Kirchendiener aber ver⸗