# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1879_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 38 — aller Schwäche und Untüchtigkeit für die Ausbreitung des Reiches Gottes unter den armen Negern hat thun können; ſo hofft ſie doch, daß ihre Ar⸗ beit nicht vergeblich geweſen iſt in dem HErrn. Sie hat ſeit dem vor⸗ jährigen Bericht 18 Verſammlungen gehalten, alle Verhandlungen proto⸗ kollirt, eine große Anzahl Briefe empfangen und beantwortet u. ſ. w. Bereits ſind durch Gottes Gnade zwei evang.⸗lutheriſche Negergemeinden organifirt, mit zahlreich beſuchten Wochen⸗ und Sonntagsſchulen; außer⸗ dem iſt noch ein dritter Predigtplatz mit eigenem Kirchgebäude vorhanden. Wahrlich, wir haben viel Urſache, dem HErrn zu danken, daß Er uns ge⸗ würdigt hat, ſein Reich durch uns auch unter den Kindern Hams zu bauen. Er laſſe uns nur ſolche Gnade immer mehr erkennen und mache uns immer eifriger und treuer, Sein Werk zu treiben. Er gebe uns auch treue Ar⸗ beiter in dies Arbeitsfeld; denn auch hier iſt das Feld reif zur Ernte, und wenig ſind der Arbeiter. „Zum Schluſſe erlaubt ſich die Commiſſion, der Ehrw. Synodalcon⸗ ferenz noch folgende Punkte zur Berathung, resp. Beſchlußnahme zu unter⸗ breiten: 1. Ob nicht die Ehrw. Synodalconferenz das Eigenthum der Ge⸗ meinde in Sherman, Texas, durch die Commiſſion für die Miſſion kaufen will, wenn es noch Zeit dazu iſt. Nur $200.00 ſind gleich, das Uebrige ſpäter zu bezahlen. Vieles iſt in kleinen Summen von Gemeinden und Privatperſonen geborgt und dürfte vielleicht theilweiſe geſchenkt werden. Die ganze Schuld beträgt $1084.90. 2. Daß die Ehrw. Synodalconferenz die von Paſt. J. F. Döſcher in New Orleans gegründete Mount Zions⸗Negergemeinde, die er mit großem Nachdruck ‚ſeine Gemeinde‘ nennt, ‚von welcher ihn Niemand trennen ſoll‘, ihm auch als ſeine Gemeinde überlaſſe, ohne aber Herrn Paſtor Döſcher noch ferner als Miſſionar der Synodalconferenz anzuerkennen; ferner daß man den farbigen Lehrer Polk, den wir Paſt. Döſcher auf ſeinen dringenden Wunſch endlich nach langem Bedenken zum Gehilfen beigegeben haben, ihm einſtweilen als Lehrer an der Schule belaſſe, damit nicht die Gemeinde, die ohne Schule nicht beſtehen kann, wieder zu Grunde gehe. 3. Da die Frau des vielerwähnten Lewis eine Methodiſtin iſt, ſo iſt die Commiſſion der Anſicht, daß es beſſer ſei, von ſeiner Ausbildung zum Miſſionar abzuſehen, es ſei denn, daß er die Mittel dazu ſelbſt beſchaffe. 4. Die Commiſſion ſchlägt vor, daß auch in Mobile, Ala., das Werk der Miſſion in Angriff genommen und dazu ein neuer Miſſionar angeſtellt werde. Wir ſtimmen mit der lieben Gemeinde in Mobile, daß die Miſſion nicht nebenbei von Paſtoren weißer Gemeinden, ſondern von eigens dazu berufenen Negermiſſionaren betrieben werde, und erlauben uns, auf Herrn Paſtor Looſe aus der Ehrw. Ohioſynode aufmerkſam zu machen. 5. Da wir die Erfahrung gemacht haben, daß es ſehr ſchwer iſt, weiße Miſſionare für den Dienſt unter den Negern zu bekommen; da es ferner