# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1879_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 34 — Jahren, verheirathet, aber ohne Kinder, hatte Miſſionar Döſcher in Balti⸗ more für unſere Lehre und Miſſion gewonnen. Derſelbe war Methodiſt und Logenmitglied, hat aber ſowohl die falſche Kirche als auch die Loge ver⸗ laſſen, ſich fleißig von Herrn Paſtor H. Hanſer unterrichten und ſpäter öffentlich confirmiren laſſen. Vor einigen Monaten kam Mr. Lewis nach St. Louis, Mo., und ſtellte ſich Ihrer Commiſſion vor. Er war über Columbus, O., gereiſ't und hatte ſich daſelbſt verſichert, daß er dort in die Anſtalt aufgenommen würde, wenn er die nöthigen Kenntniſſe beſitze. Das Reiſegeld bis St. Louis hatten die Brüder in Baltimore aufgebracht. Die⸗ ſelben hatten ſich ſeinetwegen an Paſt. Berg in Little Rock gewandt, und derſelbe hatte ſich bereit erklärt, ihn aufzunehmen und für den Eintritt ins Seminar vorzubereiten. So blieb Ihrer Commiſſion, auf welche der junge Mann einen guten Eindruck machte, nichts übrig, als ihn nach Little Rock zu ſchicken, welches geſchah, mit der Bedingung, daß er ſich ſelbſt durch Ar⸗ beit ernähre. In Little Rock ſchloß er ſich der Gemeinde Paſtor Berg's an, konnte aber keine paſſende Arbeit finden. So mußten wir ihn erhalten. Herr Paſt. Berg brachte ihn bei Negern gegen ein geringes Koſtgeld unter. Die Herren Paſtoren Berg und Obermeyer, die beiden Lehrer an der deut⸗ ſchen Schule, und Student Frincke ertheilten ihm zuſammen 17 Stunden wöchentlich, damit er mit Anfang des Schuljahrs in die Anſtalt zu Colum⸗ bus, O., eintreten könne. Am 3. Juli aber empfing Ihre Commiſſion einen Brief von Lewis, in welchem er meldet, daß ſeine Frau in Baltimore ſchwer erkrankt ſei; deshalb bäte er um Erlaubniß, zu ihr zu reiſen, und um das nöthige Reiſegeld; zugleich bat er um ein Darlehen von $64.00, um die durch die Krankheit ſeiner Frau gemachten Schulden bezahlen zu können. Erlaubniß und Reiſegeld wurden von Ihrer Commiſſion gewährt, das Dar⸗ lehen aber verweigert. Zugleich wurde ihm bedeutet, daß es wohl rathſam ſein würde, von ſeiner Ausbildung zum Miſſionsdienſt abzuſehen. Auf ſeiner Durchreiſe kehrte er bei Herrn Paſt. Bünger in St. Louis ein und bat dringend, man möge ihn doch nicht abweiſen, ſondern ſeine Sache der Ehrw. Synodalconferenz vorlegen. Da ſeine Frau eine Methodiſtin iſt und bleiben will, ſo hatte die Commiſſion ſchon immer Bedenken, ob er ſich zum Miſſionar eignen werde. Dieſe letzten Erfahrungen machten ſie noch bedenklicher und wurde beſchloſſen, die Angelegenheit der Ehrw. Synodal⸗ conferenz vorzulegen. „Wie ſchon bemerkt, wurde die St. Johannisgemeinde in New Orleans von Herrn Miſſionar Döſcher mitbedient. Ihre Commiſſion glaubte die deßfallſige Bitte des Miſſionars nicht abſchlagen zu dürfen; doch ſprach ſie ihrerſeits die Bitte aus, die liebe Gemeinde möge Schritte thun, ſo bald als möglich anderweit verſorgt zu werden, weil ja die Arbeit für Miſſionar Döſcher ohnehin zu viel war. Am 16. März d. J. aber wurde Herr Miſ⸗ ſionar Döſcher von der St. Johannisgemeinde als deren Paſtor berufen, in Folge deſſen Ihre Commiſſion einen Brief der St. Johannisgemeinde